Man stelle sich vor, in einem Staat bestünden so viele einschränkende Regulierungen

  • für die Ausübung von Berufen,
  • für die Aufnahme einer selbständigen Erwerbstätigkeit,
  • für das Zuarbeiten oder für andere unterstützende Tätigkeiten in einzelnen Firmen,
  • für das Führen eines Geschäftes,

    dass ein ganzes Segment des Arbeitsmarktes brach liegen würde. Die betroffenen Personen würden sich nun in ihrer Not an den gleichen Staat wenden, damit er sie mit Sozialhilfemassnahmen unterstütze. Das täte er unter der Leitung “wohlwollender” Politiker auch eine Zeit lang, bis er auf die Idee käme, einen so genannten Sekundärarbeitsmakt zu “schaffen”, der genau jene Aktivitäten umfasst, die er andersrum eigentlich behindert.
    Spinnen wir den Faden noch etwas weiter: Da die am Anfang erwähnten Regulierungen faktisch den Konsumenten und der Sekundärarbeitsmarkt den Steuerzahler viel kosten, müsste man konsequenterweise eine Sekundärsozialhilfe fordern, und zwar für jene, die es sich nicht leisten könnten, beides gleichzeitig zu sein!

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    2 thoughts on “Kurzgeschichte zum Sekundärarbeitsmarkt

    1. Sie spielen wohl auf das Arbeitsbeschaffungsprogramm von Monika Stocker in der Stadt Zürich an. Grundsätzich sehe ich ja ihren wahrhaft “arlecchinesken” Gedankengang. Nur: Meinen Sie tatsächlich, diese Langzeitarbeitslosen fänden wieder eine Stelle, wenn nur gewisse Regulierungen heruntergefahren würden? Ich bin skeptisch…

    2. Ich kann nicht verstehen, warum man aufgrund einer Minderheit von Sozialfällen (die Langzeitarbeitslosen) eine Regelung festlegt, die sich nicht nur auf alle Sozialfälle nachteilig auswirkt, sondern auch Steuerzahlende, Konsumierende und damit ganze Wirtschaftsbereiche belastet, ohne dass damit dem sozialpolitischen Ziel auf effektive Weise gedient wird! Ich plädiere für gezielte Eingriffe in Form von staatlichen Leistungen erst dann, wenn naheliegende Lösungen im Bereich der Rahmenbedingungen zuerst erprobt worden sind. Die Nachhaltigeitsdebatte predigt uns, dass man möglichst am Anfang der Problemkette eingreifen soll, statt End-of-Pipe-Ansätze anzuwenden!

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