Finanzspritze mit Risiken und Nebenwirkungen

Finanzspritzen für das Kleingewerbe im Langstrassenquartier? Und was ist mit allen anderen Leuten, die mit einer kreativen Idee einen Laden aufmachen und so etwas “unter-nehmen”? Warum finden sich immer wieder Politikerinnen und Politiker zusammen, die nicht in der Lage, eine Förderung der Wirtschaft durch bessere Rahmenbedingungen durchzuziehen bevor das Geld anderer Leute umverteilt wird?

Das erinnert fern an die Umverteilungspolitik Namibias (vgl. NZZ vom 24.11.05, S. 11): Der Staat treibt prosperiende Farmer in die Enge, indem sie zu einem Spottpreis einen Teil ihres Besitzes dem Staat abgeben müssen. Das Grundstück wird unterteilt und mehreren schwarzen Farmern angeboten, die aufgrund ihrer mangelhaften Fachkenntnisse und nicht zuletzt der unwirtschaftllichen reduzierten Grösse kaum einen prosperienden Beitrag werden leisten können.

Doch zurück nach Zürich: Das hiesige Gewerbe lebt in erster Linie von der cleveren Geschäftsidee, deren Umsetzung und des persönlichen Einsatzes des Geschäftsinhabers unter Inkaufnahme von Risiken – nicht dank staatlicher Unterstützung. Die Finanzspritze zeugt von Misstrauen in unser Unternehmertum. Dagegen wäre eher ein anderes Misstrauen angebracht: Finanzspritzen schaffen Privilegien und Abhängigkeiten – oder höchstens ein staatlich abhängiges Unternehmertum, das kaum einen prosperienden Beitrag wird leisten können.

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