Heute las ich in der NZZ, dass die Zürcher Ärzte mit einer neuen Volksinitiative die Medikamentenabgabe öffnen wollen. Richtig so! Kürzlich passierte mir folgendes: in meinem Ort hat es ein Spital, aber keine Apotheke, die Sonntags geöffnet hat. Auch in der Nacht kann man keine Apotheke erreichen. Es war an einem Sonntagmorgen. Plötzlich plagten mich heftige Unterbauchschmerzen. Das auf uns Frauen abgestimmte Schmerzmittel für solche Fälle war mir aber ausgegangen. Ich rief im Spital an, um das Medikament dort zu besorgen. Und jetzt kommt’s: Die Ärztin durfte mir das Medikament nicht abgeben! Das könne nur eine Apotheke. Sollte ich nun mit Schmerzen bis am Montag warten? Sie meinte, es gebe da noch eine Möglichkeit: Sie könne mich als Notfall ins Spital aufnehmen, und mich dann mit dem Schmerzmittel wieder nach Hause lassen. Aber die Konsultation müsse sie halt verrechnen. Mir war es in dem Moment wirklich egal, wer da noch wem was in Rechnung stellt. Ende Jahr hat man die Franchise sowieso abbezahlt, also geht die Konsultation zu Lasten der Allgemeinheit. Aber wieso pflegen wir solche widersinnigen Regelungen und wundern uns über steigende Kosten? Wenn die Apotheker schon auf unserem Buckel die Konkurrenz ausschalten, sollen sie wenigstens rund um die Uhr für uns da sein.

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