Feinstaub entlarvt Macht
«Ich finde, wir können auch mal was beschliessen, ohne gleich zum Sklaven unseres schweizerischen Vollzugsperfektionismus zu werden», sagt Bundespräsident Leuenberger. Im Wissen, dass nicht die Temporeduktion auf den Autobahnen, sondern ein Wetterumschwung die kurzfristig einzig wirksame Massnahme darstellt. Wieso hat er dann nicht beschlossen, alle Feuerwehren aufzufordern ein bisschen an den Hydranten zu werkeln? Wie das begrenzte Gut Mobilität verteilt werden kann, haben wir ja schon beschrieben. Ohne Diskussion der aufgezeigten vier verschiedenen Varianten ist für Leuenberger klar, dass es “Flächendeckende Fahrverbote” sein müssen. Zum Glück kann man die nicht einfach so beschliessen.
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Sepp:
Der Leuenberger hat wohl kaum an die Grundprinzipien gedacht, oder?
12 Februar 2006, 9:22 pmPeter Hugentobler:
Wenn flächendeckende Fahrverbote notwendig sind, gibt es Nichts, was dagegen sprechen würde, ausser die Macht der Gewohnheit.
Die chronischen Gesundheits-Schäden aufgrund der Dieselrusspartikel bleiben ein Ordungspolitischer Missstand. Wenn die Freiheit des Einen zum Schaden des Anderen führ dann spricht man von einer rechtlichen Lücke. Diese müsste endlich geschlossen werden. Wer die Rechtsunsicherheit schützt muss der Macht der Gewohnheit erlegen sein.
23 Februar 2006, 1:38 am