Nun hat sich auch noch der Kassensturz zum Thema Steuerwettbewerb gemeldet. Im Auftrag der Sendung hat das bekannte Büro BASS (unter Insidern “Büro für auftragsorientierte Sozialstudien” genannt). Nachgerechnet, wer wieviel Steuern bezahlt und das mit 1994 verglichen. Grundlegende Gedanken zum Thema Steuerwettbewerb – wie sie auch wir schon behandelt haben – fehlen im Beitrag gänzlich. Die These steht von vorneherein fest: Wenn es zwischen 1994 und 2004 zu einer steuerlichen Entlastung der reichsten dreissig Prozent Bürgerinnen und Bürger gekommen ist, so ist das ungerecht. Punkt. Dass gerade die Steuerprogression dazu führt, dass Steuersenkungen nicht alle gleich spüren, bleibt ungesagt. “Service public” mutiert zum “Service poubelle”.

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4 thoughts on “Kassensturz stürzt sich ins Thema Steuerwettbewerb

  1. Die These war – wenn ich das richtig mitbekommen habe – wohl mehr, dass in den letzten 10 Jahren die meisten Steueränderungen stark zulasten von Personen mit kleinen Einkommen und zugunsten von Leuten mit hohem Einkommen gingen.

  2. Wenn man sich im obersten Bereich der Progression befindet, dann ist die Belastung von zusätzlichen 100 Franken Einkommen grösser als in tieferen Einkommensklassen. Entsprechend ist deren Entlastung auch grösser wenn allgemein Steuern reduziert werden.

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