Wettbewerbsrecht: Fitness statt Fett


Fitness
Eine starke Wettbewerbskommission ist ein Signal an alle Unternehmen, die den Wettbewerb umgehen wollen. Eine starke Wettewberbskommission ist wichtig, damit wirtschaftlicher Wettbewerb seine Aufgabe erfüllt: Unternehmen sollen sich konkurrenzieren, um Waren günstiger oder in besserer Qualität oder noch besser auf das Kundenbedürfnis abgestimmt zu produzieren.
Ein Gewinn, der auf Absprache statt Leistung beruht, ist ordnungspolitisch widersinnig und volkswirtschaftlich gefährlich: Wenn das Kartell dann irgendwann doch einmal fällt, sind die Unternehmen durch jahrelange Bequemlichkeit nicht fit für den Wettbewerb und die Arbeitsplätze in ähnlich akuter Gefahr, wie in einer Branche, die von protektionistischen Massnahmen jahrelang beschützt oder subventioniert wurde. Wer sich an einen Gewinn aus einem Kartell gewöhnt hat, schafft die Umstellung zu einem kundenorientierten Unternehmen selten im nötigen Tempo. Die Wetbewerbskomission der Schweiz ist gemäss OECD eher schwach (via Euro Law-Blog). Auch wenn ihre Kompetenzen jüngst vergrössert worden sind: eine weitere Stärkung dieses ordnungspolitischen Instruments ist unabdingbar für die Fitness unserer Unternehmen. (Foto: pixelquelle.de)

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3 Kommentare

  1. KanNitVerstan:

    Ich kann nicht verstehen, warum man sich als Politiker oder besser als Partei das Thema einer konsequenten Aufdeckung und Bekämpfung von wettbewerbsbekämpfenden Absprachen zwischen Unternehmen nicht prominenter auf die Fahnen schreibt. Dies stünde einer KMU-Partei, einer liberalen Partei oder einer Partei, die den Filz bekämpft, gut an. Besser als eine Stärkung einer staatlichen Behörde ist aus ordnungspolitischer Sicht aber immer noch die Öffnung der Märkte! Denn jede Absprache oder Monopolstellung verliert in grösseren Märkten zwingend an Bedeutung, da dann die Chancen für Ausweichsmöglichkeiten steigen…. doch nehmen wir vorerst eine kräftigen Schluck Cassis-de-Dijon!

  2. sisyphos:

    Mir scheint im Gegezug jedoch, dass insbesondere jene Bereiche “marktschädlich” sind, welche der Staat überreglementiert hat oder wo er Monopolstellungen geschaffen hat (Swisscom, Energie). Und gegen ein Monopolgesetz kann die Weko bekanntlich nichts tun.

  3. Sepp:

    Guter Hinweis. Lustig wird es ja immer dann, wenn die Weko gegen Staatsmonopole vorgeht…

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