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	<title>Kommentare zu: Degressive Steuern: Appenzell nutzt Föderalismus</title>
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	<description>Aktuelle Diskussionsbeiträge aus ordnungspolitischer Sicht.</description>
	<lastBuildDate>Mon, 30 Jan 2012 09:06:37 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: sisyphos</title>
		<link>http://www.ordnungspolitik.ch/2006/05/21/degessive-steuern-appenzell-nutzt-foderalismus/comment-page-1/#comment-661</link>
		<dc:creator>sisyphos</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 May 2006 23:38:35 +0000</pubDate>
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		<description>Bin ein bisschen spät heimgekommen, ich bitte um Verständnis für meine kurze Antwort. Ich mlöchte persönlich nicht unbedingt eine degressive Kopfsteuer verteidigen, da ich der Meinung bin, dass wenn man schon Steuern erhebt, diese in Berücksichtigung der &quot;wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit&quot; erhoben werden müssen. Das steht ja auch so in unserer Verfassung. Ausserdem stehen einer Kopfsteuer realistische Erwägungen entgegen. Die Frage ist nun wie man diesen Begriff der &quot;wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit&quot; füllt. Ich denke, diesem Erfordernis wird man nur schon dadurch gerecht, dass die Reichen in absoluten Zahlen mehr zahlen; sei es aufgrund eines proportionalen Satzes (&quot;Flat Rate Tax&quot;) oder aufgrund eines degressiven.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Bin ein bisschen spät heimgekommen, ich bitte um Verständnis für meine kurze Antwort. Ich mlöchte persönlich nicht unbedingt eine degressive Kopfsteuer verteidigen, da ich der Meinung bin, dass wenn man schon Steuern erhebt, diese in Berücksichtigung der &#8220;wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit&#8221; erhoben werden müssen. Das steht ja auch so in unserer Verfassung. Ausserdem stehen einer Kopfsteuer realistische Erwägungen entgegen. Die Frage ist nun wie man diesen Begriff der &#8220;wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit&#8221; füllt. Ich denke, diesem Erfordernis wird man nur schon dadurch gerecht, dass die Reichen in absoluten Zahlen mehr zahlen; sei es aufgrund eines proportionalen Satzes (&#8220;Flat Rate Tax&#8221;) oder aufgrund eines degressiven.</p>
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		<title>Von: Bastian</title>
		<link>http://www.ordnungspolitik.ch/2006/05/21/degessive-steuern-appenzell-nutzt-foderalismus/comment-page-1/#comment-660</link>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 May 2006 19:07:01 +0000</pubDate>
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		<description>@Steve

Du sprichst dich also für eine Flat Tax aus, sehr schön. Ganz meine Meinung. Bitte beschränk dich doch das nächste Mal auf die Kernaussagen und lass&#039; all die linken Kampfparolen zu Hause.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Steve</p>
<p>Du sprichst dich also für eine Flat Tax aus, sehr schön. Ganz meine Meinung. Bitte beschränk dich doch das nächste Mal auf die Kernaussagen und lass&#8217; all die linken Kampfparolen zu Hause.</p>
]]></content:encoded>
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	<item>
		<title>Von: Steve</title>
		<link>http://www.ordnungspolitik.ch/2006/05/21/degessive-steuern-appenzell-nutzt-foderalismus/comment-page-1/#comment-657</link>
		<dc:creator>Steve</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 May 2006 14:02:35 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.ordnungspolitik.ch/?p=116#comment-657</guid>
		<description>&lt;i&gt;Viel eher nachvollziehen könnte ich die Auffassung, dass es ungerecht ist, das nicht alle Personen eine Kopfsteuer zahlen, also gleich viel in absoluten Zahlen.&lt;/i&gt;

Das sind klare Worte, schön. Mal sehen, ob da eine schlüssige Gegenposition zu existiert:

Ich glaube nicht, dass ihr mir das hergebrachte Gerechtigkeitsempfinden, dass bei einer gemeinschaftlichen Aufgabe &quot;jeder nach seinen Möglichkeiten&quot; zu helfen habe, durchgehen lasst: Danach wäre es natürlich trivial. 

Meine Prämisse sei also das Nutznießerprinzip: Der, der am meisten von einer gemeinschaftlich finanzierten Sache profitiert, hat am meisten zu ihrer Finanzierung beizutragen.

Der Staat, gerade in _ordnungs_politischem Verständnis, ist ja erstmal ein Aufrechterhalter von Ordnung. Armee, Polizei, Verfassungsschutz, Kirche (in Deutschland auch steuerfinanziert), zu einem guten Teil auch die Sozialsysteme, halten die hergebrachte Ordnung aufrecht, indem sie &lt;a href=&quot;http://de.indymedia.org/2006/05/147077.shtml&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Proteste niederknüppeln&lt;/a&gt; und die Benachteiligten so weit alimentieren, bis sie mehr zu verlieren haben als ihre Ketten.[3]

Den Vorteil daraus ziehen die, die von dieser Ordnung profitieren. Es gibt da eine weitverbreitete Illusion, dass &quot;das System&quot; neutral sei, aber es gibt genug Untersuchungen, die das widerlegen. Höhere Einkünfte resultieren[1] aus einem überhöhtem Stundenlohn oder aus Kapitaleinkünften: Der Stundenlohn kann nur gezahlt werden, weil die gesellschaftlich herrschende Schicht ihn sich selbst auf Kosten der Armee von Müllmännern und Putzfrauen genehmigt, und die Kapitaleinkünfte kommen aus Kapitalbesitz, der, wie immer ausgenommen sicherlich existierender guter Einzelfälle, diesen überhöhten Gehältern oder Erbschaft von unrechtmäßig erworbenen Kapital zu verdanken ist.[2]
Der, der viel Geld &quot;erarbeitet&quot;, profitiert also[1] zu einem guten Teil von einer gesellschaftlichen Ordnung.

Die absolute Steuerprogression (sprich eine streng monoton steigende Funktion Franken Einkommen =&gt; Franken Steuern) ist also begründet, da die, die wahrscheinlich (!) von der Ordnung profitieren, mehr zu deren Erhaltung beitragen sollen als die, die wahrscheinlich (!) nicht davon profitieren. Einfaches Nutznießerprinzip, ordnungspolitisch voll begründet.

-------
[1] Im gesellschaftlichen Schnitt. Ich will nicht die Existenz einzelner, hervorragender Menschen leugnen, genausowenig wie ich die Arbeitsleistung einzelner würdige. Nur erklärt das nicht den gesamtgesellschaftlichen Effekt.
[2] Die Geschichte des Kapitals der großen abendländischen Gesellschaften ist ziemlich erschreckend. Man will nicht glauben, an _wie_ viel Kapital Blut klebt, und der Rest stammt aus vorkapitalistischen Zeiten.
[3] Es ist so hochironisch, dass diese Phrase scheinbar von der Rechten besser verstanden wird als von den Marxisten selbst.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><i>Viel eher nachvollziehen könnte ich die Auffassung, dass es ungerecht ist, das nicht alle Personen eine Kopfsteuer zahlen, also gleich viel in absoluten Zahlen.</i></p>
<p>Das sind klare Worte, schön. Mal sehen, ob da eine schlüssige Gegenposition zu existiert:</p>
<p>Ich glaube nicht, dass ihr mir das hergebrachte Gerechtigkeitsempfinden, dass bei einer gemeinschaftlichen Aufgabe &#8220;jeder nach seinen Möglichkeiten&#8221; zu helfen habe, durchgehen lasst: Danach wäre es natürlich trivial. </p>
<p>Meine Prämisse sei also das Nutznießerprinzip: Der, der am meisten von einer gemeinschaftlich finanzierten Sache profitiert, hat am meisten zu ihrer Finanzierung beizutragen.</p>
<p>Der Staat, gerade in _ordnungs_politischem Verständnis, ist ja erstmal ein Aufrechterhalter von Ordnung. Armee, Polizei, Verfassungsschutz, Kirche (in Deutschland auch steuerfinanziert), zu einem guten Teil auch die Sozialsysteme, halten die hergebrachte Ordnung aufrecht, indem sie <a href="http://de.indymedia.org/2006/05/147077.shtml" rel="nofollow">Proteste niederknüppeln</a> und die Benachteiligten so weit alimentieren, bis sie mehr zu verlieren haben als ihre Ketten.[3]</p>
<p>Den Vorteil daraus ziehen die, die von dieser Ordnung profitieren. Es gibt da eine weitverbreitete Illusion, dass &#8220;das System&#8221; neutral sei, aber es gibt genug Untersuchungen, die das widerlegen. Höhere Einkünfte resultieren[1] aus einem überhöhtem Stundenlohn oder aus Kapitaleinkünften: Der Stundenlohn kann nur gezahlt werden, weil die gesellschaftlich herrschende Schicht ihn sich selbst auf Kosten der Armee von Müllmännern und Putzfrauen genehmigt, und die Kapitaleinkünfte kommen aus Kapitalbesitz, der, wie immer ausgenommen sicherlich existierender guter Einzelfälle, diesen überhöhten Gehältern oder Erbschaft von unrechtmäßig erworbenen Kapital zu verdanken ist.[2]<br />
Der, der viel Geld &#8220;erarbeitet&#8221;, profitiert also[1] zu einem guten Teil von einer gesellschaftlichen Ordnung.</p>
<p>Die absolute Steuerprogression (sprich eine streng monoton steigende Funktion Franken Einkommen =&gt; Franken Steuern) ist also begründet, da die, die wahrscheinlich (!) von der Ordnung profitieren, mehr zu deren Erhaltung beitragen sollen als die, die wahrscheinlich (!) nicht davon profitieren. Einfaches Nutznießerprinzip, ordnungspolitisch voll begründet.</p>
<p>&#8212;&#8212;-<br />
[1] Im gesellschaftlichen Schnitt. Ich will nicht die Existenz einzelner, hervorragender Menschen leugnen, genausowenig wie ich die Arbeitsleistung einzelner würdige. Nur erklärt das nicht den gesamtgesellschaftlichen Effekt.<br />
[2] Die Geschichte des Kapitals der großen abendländischen Gesellschaften ist ziemlich erschreckend. Man will nicht glauben, an _wie_ viel Kapital Blut klebt, und der Rest stammt aus vorkapitalistischen Zeiten.<br />
[3] Es ist so hochironisch, dass diese Phrase scheinbar von der Rechten besser verstanden wird als von den Marxisten selbst.</p>
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		<title>Von: sisyphos</title>
		<link>http://www.ordnungspolitik.ch/2006/05/21/degessive-steuern-appenzell-nutzt-foderalismus/comment-page-1/#comment-633</link>
		<dc:creator>sisyphos</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 May 2006 07:05:17 +0000</pubDate>
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		<description>Die meisten zahlen ihre Steuern immer noch in Franken und nicht in Prozent. Da Reiche in absoluten Zahlen immer noch mehr zahlen, verstehe ich nicht was daran ungerecht sein soll. Viel eher nachvollziehen könnte ich die Auffassung, dass es ungerecht ist, das nicht alle Personen eine Kopfsteuer zahlen, also gleich viel in absoluten Zahlen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die meisten zahlen ihre Steuern immer noch in Franken und nicht in Prozent. Da Reiche in absoluten Zahlen immer noch mehr zahlen, verstehe ich nicht was daran ungerecht sein soll. Viel eher nachvollziehen könnte ich die Auffassung, dass es ungerecht ist, das nicht alle Personen eine Kopfsteuer zahlen, also gleich viel in absoluten Zahlen.</p>
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		<title>Von: emeidi</title>
		<link>http://www.ordnungspolitik.ch/2006/05/21/degessive-steuern-appenzell-nutzt-foderalismus/comment-page-1/#comment-632</link>
		<dc:creator>emeidi</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 May 2006 23:30:29 +0000</pubDate>
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		<description>Es heisst &quot;unfaire Steuern&quot;, nicht &quot;unfairer Entscheid&quot; (jedenfalls im Titel).

Degressive Steuern erachtet abgesehen von den gut-, besser- und bestverdienenden Elite wohl die Mehrheit der Schweizer Wohnbevölkerung als &quot;unfair&quot;. Stimmen wir doch mal schweizweit darüber ab, ob man dem Ospel noch mehr Millionen im Sack lassen sollte ...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es heisst &#8220;unfaire Steuern&#8221;, nicht &#8220;unfairer Entscheid&#8221; (jedenfalls im Titel).</p>
<p>Degressive Steuern erachtet abgesehen von den gut-, besser- und bestverdienenden Elite wohl die Mehrheit der Schweizer Wohnbevölkerung als &#8220;unfair&#8221;. Stimmen wir doch mal schweizweit darüber ab, ob man dem Ospel noch mehr Millionen im Sack lassen sollte &#8230;</p>
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		<title>Von: sisyphos</title>
		<link>http://www.ordnungspolitik.ch/2006/05/21/degessive-steuern-appenzell-nutzt-foderalismus/comment-page-1/#comment-574</link>
		<dc:creator>sisyphos</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 May 2006 19:17:43 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.ordnungspolitik.ch/?p=116#comment-574</guid>
		<description>Ich frage mich schon, wann der nächste &lt;a href=&quot;http://sisyphosmount.blogspot.com/2006/01/politimperialist-zisyadis.html&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;linke Politimperialist&lt;/a&gt; gegen diese souveräne Entscheidung Sturm laufen wird.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich frage mich schon, wann der nächste <a href="http://sisyphosmount.blogspot.com/2006/01/politimperialist-zisyadis.html" rel="nofollow">linke Politimperialist</a> gegen diese souveräne Entscheidung Sturm laufen wird.</p>
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