Die kalte Umverteilung (siehe hier und hier) geht weiter, aber nicht von den Wohlhabenden zu jenen die es vielleicht nötig haben, sondern mehrheitlich und gieskannenartig umgekehrt. Die Swisscanto-Studie über die Pensionskassen und ihre Erträge im vergangenen Jahr zeigt es. Vom deutlich verbesserten Deckungsgrad der Pensionskassen (Durschnittlich 105%, das bedeutet, dass die Kassen mehr als die geschuldeten Renten in Reserve haben) profitieren vor allem die Rentenbeziehenden. Die arbeitenden versicherten mussten sich mit einer verzinsung von 2.8% zufrieden geben, während die Rentner immer noch satte 4 % erhalten. Die Medienmitteilung (PDF) fasst treffend zusammen:

Daraus folgt, dass heute die Neurentner mit einer zu hohen Rente pensioniert werden; die damit verbundenen Lasten und Risiken tragen allein die Aktiven.

Die statistisch ohnehin schon weich gebettene jetzige Rentnergeneration führt sich (mit Hilfe der Gewerkschaften und Sozialdemokraten) auf wie die Maden im Speck. Der Umwandlungssatz muss dringend angepasst werden, nicht auf 6.8% bis 2014, und eigentlich auch nicht auf 6.4% bis 2011 wie nun der Bundesrat vorschlägt. Wer den Realitäten betreffend gestiegenerer Lebenserwartung und ökonomischer Entwicklung ins Auge sieht – und diesen Blick nicht durch wahlkämpferishen Klientelismus und ideologische Reinheit trüben lässt – muss sich für 6.0% oder ordnungspolitisch korrekter für eine sachliche Berechnungsformel einsetzen.

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