Ansicht Leutschenbachpark
Da ziehen einige Unternehmen an die Stadtgrenze, beziehen “teilweise repräsentative Bürobauten” (NZZ, 1.11., S. 53) und nun hat die Stadt für 30 Millionen Franken ebendort einen Park anzulegen. Pro Quadratmeter Park bedeutet das rekordverdächtige 538 Franken. Da werden gebaut:

    – eine Wiese (da liegen sie dann wohl künftig, die TV-Beamten)
    – ein Wasserbecken (als Auffangbecken der neusten Pfizer-Experimente?)
    – zwei Kiesplätze (schieben da dann die CS-Banker ihre ruhigen Kugeln?)
    – eine Bühne (für die neusten Ideen der Zürich-Versicherung?)
    – eine Spiellandschaft (für die sowieso schon hoch subventionierte Kinderkrippe?)
    – eine Sitzbank mit erhöhter Rückenlehne (als Tarnung des schwermetallverseuchten Schiesshügels)

Für die NZZ ist es selbstverständlich, dass die Stadt, wenn schon so renommierte Unternehmen aufkreuzten, in die Freiflächen investieren müsse. Komischerweise hat sich aber nur gerade ein Nachbar bereiterklärt, etwas zur Gestaltung des Parkes beizutragen, von dem er (wie oben aufgezeigt) ganz direkt profitiert. Weitere Millionen werden durch eine zusätzliche Einzonnung finanziert. Statt ordnungspolitisch sorgfältig mit Steuergeldern umzugehen, und die profitierenden Firmen machen zu lassen, wird also Land versilbert.

Ach ja, zusätzlich sind noch weitere Aufwertungsmassnahmen vorgesehen. Wieviel kosten wohl die noch zusätzlich? Und der Betrieb und die Pflege des Parkes? Genau, das ist dann ein Mosaikstein des “strukturellen Defizits”. (Foto: Stadt Zürich/Mathys Partner/GeoZ)

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