Trittbrettfahrerverhalten, aber aus anderen Gründen
Wenn liberale Politik allen Menschen zugute kommt, ist es doch komisch, dass sich liberale Interessen nicht einfach organisieren und mit dieser grossen Mehrheit die davon profitiert umsetzen lässt. Ich greife noch einmal auf das Referat von Prof. Reiner Eichenberger (Uni Freiburg) an der 3. Ideenmesse zurück. Denn er vertrat dort eine ebenso simple wie einleuchtende Erklärung für dieses scheinbare Paradox: gerade weil liberale Politik allen zugute kommt, lassen sich liberale Interessen nur schwer organisieren. Der Ökonom Mancur Olson erkannte schon in den sechziger Jahren, dass kleine Gruppen mit konkretem exklusivem Nutzen für eine kleine Gruppe von Personen einfacher und schlagkräftiger organisierbar sind.

Die Leistungen liberaler Politik ist genauso ein Algemeingut, wie Luft, Wasser und Umwelt. Und dementsprechend profitiert man von liberaler Politik auch wenn man sich nicht für sie einsetzt. Sind protestierende Gewerkschafter und Antiglobalisiererinnen nichts als Trittbrettfahrende im liberal produzierten Wohlstand mit dem Hang für sich und ihresgleichen noch mehr abzuzweigen? (Foto: Edge of Space @ flickr)

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