Tabakwerbung ist böse
Nun haben wir es schwarz auf weiss: Wir sind unmündige Bürger, die immer, wenn sie eine plakatierte Bierschaumkrone oder einen Marlboro-Mann sehen sofort zu Alkohol- und Tabaksüchtigen werden. Wir sind auch mehr als 200 Jahre nach der Aufklärung unmündige Bürger und brauchen hoheitlichen Schutz vor dem Bösen. Dass in der Politik in allen Parteien diese Sichweise vorherrscht und eigtentlich niemand in der zürcherischen Politik den bevormundenden Charakter des Beschlusses des Zürcher Kantonsrates feststellt, ist der eigentliche Skandal. Meine Frage: Wen kann ein liberaler Geist überhaupt noch wählen? (Foto: pixelquelle.de)

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7 thoughts on “Wir sind unmündig und brauchen Werbeverbote

  1. Naja, es gibt tatsächlich sehr viele unmündige, z.B. Kinder und Jugendliche, welche von der Werbung angesprochen werden. Soll man sie nicht schützen?

  2. Wir sind alle so unmündig, dass wir demnächst auch nur noch im eigenen Land Ferien machen dürfen (D), der Menuplan wird uns ebenfalls vorgeschrieben (D, CH), unsere (Computer-)Spiele sowieso (D) und in naher Zukunft entscheidet zuerst das Los und dann der Staat über unsere Bildung/unseren Beruf (GB).

    @Sandro: Menschen unter 18 schützt man davor, in dem man konsequent Tabak und Alkohol nicht an diese verkauft und das auch durchsetzt.

  3. @Sandro: Nach vierzig Jahren antiautoritärer Erziehung merkt man nun also wie daneben das war, und delegiert nun an Väterchen Staat, wozu Eltern nicht mehr in der Lage sind: Junge Menschen schon früh dazu zu erziehen, mit ihrer Freiheit selbstbestimmt und stark umzugehen, also selber zu entscheiden, ob sie rauchen oder saufen wollen und mit den Konsequenzen zu leben.
    Wer den Jungen nichts zumutet, macht sie kapputt und lebensuntauglich. Aber vielleicht ist das ja das Ziel der kollektivistischen Staatsbeglückung, die wir zunehmen erleben.

  4. Es hätte eigentlich schlimmer kommen können. Das Werbeverbot gilt für Plakate auf öffentlichen Grund. Das ist durchaus mit liberalen Prinzipien vereinbar. Für den öffentlichen Grund ist Politik/Verwaltung direkt zuständig. Ein gravierender Eingriff wäre das Verbot auf Privatgrund gewesen.

    Danach zu urteilen, wie sich der Tagi heute über das angeblich “verwässerte Verbot”, das viel zu wenig weit ginge, aufregt, sollte dieser Entscheid fast schon als Erfolg verbucht werden. Doch der Tagi-Kommentar macht wenig Mut: Angeblich sei es nur noch eine Frage der Zeit, bis ein totales Werbeverbot komme. Widerstand zwecklos, schliesslich seien die Verbote im Trend und die Schweiz im Rückstand. Wer braucht da noch Argumente, wenn es Trends gibt?

  5. Ist bekannt, dass sich Jugendliche strengstens an Verbote halten. Auch Zigiautomaten und Kioske verlangen immer Ausweise. Und interessant ist für die Jungen Erwachsenen sowieso nur das was erlaubt ist…

    Mal im Ernst, solange die Zigi-Industrie das Rauchen mit Lifestyle, Erwachsensein und coolness in Verbindung bringt, werden die Jungen auch Rauchen. Ich bin dafür, Werbung für Zigi und Alk nur an Erwachsene zuzulassen (Kinos Klubs etc, halt wo der Ausweis kontrolliert wird). Die Kollateralschäden die wir mit der heutigen Situation in Kauf nehmen sind viel zu hoch.

  6. @Sandro: Verkaufsverbote müssen konsequent durchgesetzt werden, d.h. Ausweispflicht, wer dagegen verstösst, dem werden empdindliche Bussen aufgebrummt und im schlimmsten fall sogar das Lokas/Geschäft geschlossen.

    Im Gegenzug wird dann aber der Drogenkonsum legalisiert, der Verkauf und der Konsum zugunsten der AHV besteuert.

  7. Pingback: Anreize statt teure Pläne für Spenderorgane « Ordnungspolitischer Blog

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