Erde als Glaskugel

Es gibt sie zuhauf, die Untersuchungen, ob Menschen die Globalisierung gut finden oder nicht. Ende Juli (Sommerflaute!) hat die Financial Times einmal mehr eine solche veröffentlicht (Link zum Beitrag). Darin schneidet die Globalisierung und deren Effekte nicht besonders gut ab.

In einem Beitrag des Cato Institute (Sommerflaute auch bei uns, ich gebe es ja zu!) geht Vizepräsident für Forschung Brink Lindsey auf diese Umfrageresultate ein. Das Problem sei, der Mangel an Wissen über ökonomische Zusammenhänge.

There’s a whole bunch of economic illiteracy that shapes peoples views about the economy and in particular on the issue of free trade.

Vor allem gebe es nur geringes Verständnis für die “kreative Zerstörung” (“creative destruction”) durch Freihandel und deren Nutzen. Wenn Produktionen ausgelagert werden, bedeutet das für Lindsey einen Fortschritt und Produktivitätsgewinn für die Firma, der eigentlich das Gleiche darstelle, wie der Abbau von Stellen aus Gründen des technologischen Fortschritts. Für Letzteres sei die Zustimmung in den USA (und ich vermute auch hier) unsachlicherweise sehr viel grösser.
Bei Umfragen zur Globalisierung komme es auf die konkrete Frage an. Wer nach Ängsten und Problemen frage, werde kritische Antworten erhalten. Wenn man aber einmal fragen würde, ob die Leute für ihre Kleider, Spiele und elektronischen Geräte plötzlich sehr viel mehr bezahlen wollten, dann gäbe es ein ganz anderes Resultat.

Zum Interview mit Brink Lindsey geht es hier (6 min.)

Was die Globalisierung und der freie Welthandel täglich bringt, ist wahrscheinlich nicht ganz einfach sichtbar, oder erst, wenn die Vorteile plötzlich wegfielen. Das ist die Schwierigkeit aller liberalen Lösungen. Sie sind selbstverständliches Allgemeingut (Link zum Beitrag bei uns).

(Foto: pixelio)

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