Noch selten hat jemand die Güterabwägung eines Wirtschaftsverbandes zum Thema Parallelimporte so klar und deutlich zum Ausdruck gebracht wie Swissmem-Präsident und Nationalrat Johann Schneider-Ammann. Ich zitiere aus einer sda-Meldung (Link):

«Kurz gesagt: Der Patentschutz ist uns wichtiger als der relativ geringe Beitrag zur Senkung der Lebenshaltungskosten durch Parallelimporte. Wir haben uns für den Schutz des geistigen Eigentums entschieden vor dem nicht unwichtigen, aber relativ geringen Beitrag zur Kostensenkung durch Parallelimporte»

Ordnungspolitisch übersetzt: Die Annehmlichkeiten des nicht existierenden Wettbewerbs ist der Swissmem wichtiger als der Preisvorteil für deren Kunden. Ist ja klar! Welch entwaffnende Ehrlichkeit von Schneider-Ammann. Mich erinnert es wieder einmal daran, dass auch Unternehmer in der Politik manchmal überhaupt nicht marktwirtschaftlich denken. Vor allem, wenn es sie betrifft. Merke: Wettbewerb tut weh!

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One thought on “Worum es bei den Parallelimporten eigentlich geht

  1. Ich habe vor allem nie verstanden was der Schutz des Eigentums mit dem Preis desselben zu tun haben soll. Den Preis bestimmt bekanntlich gerade nicht nur das Angebot (die Seite desjenigen der sein Eigentum anbietet) sondern auch die Nachfrage (derjenige der Eigentum erwerben will). Wenn man die Grenzen öffnen wird der EIgentümer gar nicht geschädigt. Er bestimmt immer noch selber wann er sein Gut auf den Markt werfen will. Aber über den Markt selber verfügt er nicht.

    Die Preisbildung ist deshalb kein Thema für den Schutz des Eigentums. Da geht es nur um verzerrende und ineffiziente Marktsegmentierung.

    Mehr dazu hier: http://sisyphosmount.blogspot.com/2007/06/parallelimporte-legalize-it.html

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