Wer ist denn hier die diebische Elster?

Und Philipp Mäder vom Tages-Anzeiger macht unkritisch mit (Beitrag). Wie verzweifelt muss eine Partei sein, wenn sie eine sechs Jahre alte Debatte zwei Wochen vor den Wahlen wieder aus dem Hut zaubert? Und wie lammfromm muss ein Journalist sein, wenn er diese Sichtweise ohne Prüfung übernimmt und sogar der vereinfachenden und sachlich falschen Kampfrhetorik erliegt und sie dankbar in seine Schreibe aufnimmt?

Der eigentliche Rentenklau läuft andersrum, und zwar hintenrum. Die Rentner sind die Abzocker.

Die entscheidende zu beantwortende Frage ist doch, wie gross der Gewinn der Versicherungen noch sein muss, damit noch irgendjemand von privater Seite solche Versicherungen anbietet. Die Antwort darauf ist aus ordnungspolitischer Sicht klar: Nicht der Bundesrat auf dem Verordnungsweg und auch nicht das Parlament im Gesetz oder irgend eine andere Behörde können diesen Prozentsatz und die Basis dazu festlegen. Einzig die tausenden und abertausenden Kundinnen und Kunden mit ihren freien Kauf-, Nichtkauf- oder Verkaufsentscheiden in einem freien Markt sorgen dafür, dass zwar jemand ein solches Versicherungsprodukt anbietet, der Gewinn für die Firma aber nicht zu gross wird. Der Markt als “Entdeckungsverfahren” (Link), wie es F. A. Hayek treffend formuliert hat leistet mehr, bessere udn sogar noch dynamische berechnung des zulässigen Gewinnes als jede gutmeinende Regierungsbehörde. Klar: Das funktioniert aber nur, wenn die freie Wahl der Pensionskasse möglich ist. (Foto: pixelio)

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3 thoughts on “Verzweifelte SP frischt wieder mal den Rentenklau auf

  1. Ach kommt. Das überrascht doch eigentlich niemanden. Der rechsteiner Ruedi macht noch viel abenteuerlichere Rechnungen im Energiebereich…

  2. Links oder Rechts ist hier nicht das Problem. Das Umlageverfahren hat systembedingte Mängel, die durch ein Kapitaldeckungsverfahren gemildert werden können. Vor allem im Zusammenhang mit der Alterung der Bevölkerung droht die Umlagefinanzierung in beträchtliche Schieflage zu geraten. Diese Feststellung ist rein sachlich, über die Gegenmassnahmen kann man sich streiten.
    Die freie Wahl der Pensionskasse würde dem Anliegen des Konsumentenschutzes gut entsprechen. Es stellt sich aber noch die Frage der Transparenz. Wenn sogar wohlverdienende Privatanleger denjenigen Banken mit den höchsten Kommissionen systematisch auf den Leim gehen, wie sollen sich Kleinanleger oder KMU-Pensionskassenverwalter zurecht finden und Anlagerisiken richtig erkennen ? Vielleicht bräuchte es auch eine gesetzliche Höchstrendite, damit keine falschen Versuchungen aufkeimen (nur so eine Idee)…

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