Gibt es für die rente noch eine Zukunft? (Karikatur)

Da ist eine staatliche Rundumversorgung entstanden, welche die Menschen auch in den absurdesten Situationen mit Beiträgen, Subventionen und Unterstützungen vor der Verantwortung für eigene Entscheidungen bewahrt. Das Magazin bringt einen ganzen Haufen solcher Beispiele in der Ausgabe vom letzten Samstag (Link zum Artikel “Wir Abzocker”). Der Sozialstaat hat seine Bezüger abhängig gemacht. Aber diese sind cleverer, als er erlaubt. Peter Erdösi, der Leiter des Luzerner Sozialamtes spricht vom Gewöhnungseffekt (Zitat aus obigem Artikel):

Wer einmal Leistungen bezogen hat, wird es wieder tun. Und weil heute schon Schüler, die keine Lehrstelle finden oder nach der Lehre nicht sofort eine Stelle, beim Amt vorstellig werden, «gewöhnen sie sich schon früh an das System». Das lasse sich quer durch alle Klassen beobachten, auch bei Akademikern, die vielleicht einmal kurz arbeitslos waren. Oder bei Studenten, die sofort nach dem Uni-Abschluss Arbeitslosengeld beziehen. «Die Hemmschwelle wird bei all diesen Leuten früh herabgesetzt.»

Die Menschen haben sich an den allumsorgenden Staat gewöhnt und holen mittels Kniffen, die es bei jeder administrativen Vergabe staatlichen Geldes gibt, heraus, was irgendwie möglich ist. Klar wird dabei: Der Sozialstaat ist irgendwann weder gerecht noch finanzierbar.

Ist das nun schlimm? Keineswegs. Gerade die Nutzenoptimierer zeigen die Absurdität und Ungerechtigkeit des Systems auf. Gerade sie sind es, welche staatliche Interventionen als sinn- und zwecklos blossstellen. Statt die cleveren Optimierer des Nutzens zu kritisieren, wäre es angezeigt, mit der Nutzenoptimierung der Menschen zu rechnen und statt auf staatliche Vollkasko auf die eigene Kraft und die Selbstverantwortung der Menschen zu bauen. Wenn diese durch beruflichen Einsatz mehr verdienen als durch das Engagement, ihren Staatsnutzen zu optimieren, ist sowohl der Gerechtigkeit, wie auch dem dann auf die wirklichen Notwendigkeiten beschränkten Sozialstaat Genüge getan. Es ist Zeit für den Rotstift! (Bild von: Karikatur, Cartoon und Witze)

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4 thoughts on “Wir Abzocker: Der Niedergang des Sozialstaates durch seine Abhängigen

  1. “staatliche Rundumversorgung in den absurdesten Situationen”? Ich habe einen Kollegen, der seit 2 Jahren obdachlos ist und keine Wohnung mehr bekommt, weil er Betreibungen hat. Und die Sozialhilfe sieht es nicht für notwenig, ihm in irgendeiner Form zu helfen. Diese Rundumversorgung gibt meiner Erfahrung nach nicht, wird aber gerne in populistischen Reden und Aeusserungen immer angeführt, um Stimmung gegen Sozialhilfeempfänger zu machen.

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