Eine neue Staatsaufgabe: Subventionen für die Lama-Zucht ab 2008
Unter den rund 800 Erlassen, die gestern in Kraft getreten sind (Liste) dürfte das der absolute Höhepunkt sein: Neu wird die Zucht von “Neukameliden” (also Lamas und Alpacas) staatlich gefördert und auch die Zuchtorganisationen dürfen sich auf staatliche Beiträge freuen. Die neue Tierzuchtverordnung (TZV, SR 916.310, wird dann sicher mal geupdatet, bis dann muss man in der Amtlichen Sammlung nachsehen: PDF, siehe Art. 1, 2 und 11) machts möglich. Das ist wieder einmal eine sinnvolle und geniale neue Staatsaufgabe, ganz im Sinne des von unserem verehrten Kollegen Stefan stets zitierten Schlussatz der Präambel unserer Bundesverfassung: “dass die Stärke des Volkes sich misst am Wohl der Schwachen”.
Schön, dass nun das gesamte Volk stärker wird, weil für die schwachen Lamazüchter gesorgt ist. Himmel, Stefan! Klar ist das Wohl der Schwachen entscheidend, aber genau der ganz besonders in den neunziger Jahren förmlich explodierte Staat schafft das nicht mehr, weil er zum Selbstbedienungsladen für überhaupt nicht so Schwache verkommen ist! Ausräumen und neu aufgleisen, muss das Ziel sein.
(Foto: Liebesspieler @ pixelio)






Martin Müller:
Entscheidend wird sein, wie die ersten fünf Worte von Art. 1 ausgelegt werden (“Im Rahmen der bewilligten Kredite”). Wenn die Kredite gleich hoch bleiben, oder – noch lieber – sinken, dann kann man von mir aus auch die Meerschweinchenzucht als förderungswürdig reglementieren.
2 Januar 2008, 4:19 pmHans Peter:
Da bin ich mir sicher, dass der Kredit ausgebaut wird. Gerade die Änderung ist das beste Argument, dann auch mehr Geld zu sprechen. So funktioniert das dann und niemand merkt es. Von sinkenden Krediten kann man höchstens träumen.
3 Januar 2008, 1:14 pm