Jung und alt - müssen die Jungen auch in der zweiten Säule die Alten quersubventionieren?
Sie vorberatende Kommission des Nationalrates (SGK-N) befasst sich mit dem BVG-Umwandlungssatz, also mit jenem Prozentsatz, mit dem ein Rentenkapital auf die Lebensjahre umgerechnet wird.

Die Fakten sind klar: Liegt der Satz zu hoch (weil die Lebenserwartung gestiegen ist) reicht das angesparte Kapital der Rentnerinnen und Rentner nicht aus, um die Rente zu bezahlen. Die Folge: Die jüngere Generation muss die Renten finanzieren. Das so umverteilte Geld fehlt dann für die Renten dieser Generation wodurch die nächste wiederum mehr querfinanzieren muss etc. Dass dieses “Rente auf Pump” im Widerspruch zum Konzept der zweiten Säule als Kapitalanlage steht, ist sachlich denkenden Menschen klar.

Alle wissen es: der heutige Satz von 7.2% Satz liegt angesichts der demographischen Entwicklung zu hoch. Nur die SP (und Konsorten wie Hugo Fasel) will am geltenden System festhalten – und so zum Beispiel junge Familien zugunsten von Rentnerinnen und Rentner finanziell abstrafen. Zur Diskussion stehen verschiedene Senkungsmodelle. Man kann sehr genau berechnen, welches Modell die junge Generation wieviele Milliarden kostet. Der Rentenklau ist exakt berechenbar.

Bei dieser Debatte kommt es auf die CVP an. Uns freut die klare Haltung von Nationalrätin Ruth Humbel Näf (Webseite), die heute in der NZZ (Artikel) dahingehend zitiert wird, der Umwandlungssatz müsse mathematisch korrekt sein. Noch besser wäre bloss eine Formel zur regelmässigen Berechnung des Umwandlungssatz und damit eine Versachlichung der Debatte. Diese Formel enthielte die demographische Entwicklung und die Entwicklung der Anlagerenditen und könnte jährlich den Umwandlungssatz festlegen. (Foto: Claudia Hautumm @ pixelio, Weitere Links: Vorsorgeforum)

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2 thoughts on “Eine Formel für den Umwandlungsatz statt Rentenklau

  1. Absolut einverstanden! Dazu braucht’s in der 2. Säule Reformen wie zum Beispiel Abschaffung der Mindestverzinsung, weniger Vorschriften für die Portfolio-Zusammensetzung, bessere Kontrollmechanismen (Pension Fund Governance), eine freie Pensionskassenwahl und andere.

  2. Pingback: Altersvorsorge: Mehr arbeiten für weniger Rente « Ordnungspolitischer Blog

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