Poduktivität - Äusserungsfeld der Autonomie
Muss den alles rentieren? Diese Frage taucht immer wieder auf, sei es in Diskussionen um den Service Public, um Bildungsmonopole oder um Verwaltungsabläufe und Amtsstellen. Ja, es gibt einen “Imperativ der Produktivität”. Er ist, wenn er für alle gilt, eben gerade inbegriff von so etwas wie “Gerechtigkeit”. Wir wissen es: Jeden Tag entscheiden wir selber über unsere Produktivität. Abends können wir uns selber kritisch hinterfragen, ob wir das aus uns herausgeholt haben, was eigentlich drin steckt. Ich stolpere beim Lesen eines Artikels in den Schweizer Monatsheften (Februar/März 2008) über ein schönes Zitat von – den mir ansonsten gänzlich unbekannten – Jan Masschelein und Maarten Simons:

Unproduktivität ist das Unvermögen, sich seines menschlichen Kapitals ohne Leitung eines anderen zu bedienen.

Es ist eben eine Verdrehung des Begriffes “Gerechtigkeit”, wenn mit ihm operiert wird, um einige Menschen davon zu bewahren, ihre Unproduktivität nicht selber verantworten zu müssen.

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3 thoughts on “Das Lob der Produktivität

  1. Klare Aussage. Gibt wirklich zu denken, aber ich kenne dieses doofe Abhängigkeitsgefühl. Die produktive, selbstbestimmte Freiheit ist schöner.

  2. Man könnte den Satz ja auch positiver formulieren:
    Produktivität ist das Vermögen, sich seines menschlichen Kapitals ohne Leitung eines anderen zu bedienen.

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