Wallstreet mit 100%-Verlust? Wegen Staatsversagen…

Landauf und landab predigen die vereinigten Etatisten nun, dass die Finanzkrise zeige, wie der Markt eben doch nicht alles regeln könne. Man sehe nun wieder, wohin der “entfesselte Kapitalismus” führe. Auch in der Blogosphäre gibt es unterschiedliche Meinungen ([1][2][3][4][5][6][7][9]). Diese Predigt hält einer genauen Analyse nicht stand. Wer genau hinschaut, erkennt die wahren Gründe: Die Anreize zu einem Hypothekenboom wurden seitens des amerikanischen Staates gesetzt. Das Institut für unternehmerische Freiheit zeigt, dass die Krise nichts mit unternehmerischem Versagen, sondern mit falschen Staatseingriffen zu tun hat. Wer nun noch mehr Regulierung fordert, soll zumindest so ehrlich sein und begründen, warum die sehr weitreichenden bestehenden Regulierungen denn nichts genützt haben und warum mehr vom gleichen denn noch etwas bringen soll. Die Gründe für die Finanzkrise:

1. Politik des billigen Geldes der amerikanischen Notenbank
2. Staatliche Wohnbauförderung mit staatlichen Trusts Freddie und Fannie
3. Überregulierung des Finanzsektors

Wir haben es mit einer Marktkorrektur gegen dieses Staatsversagen zu tun. Die Politik ist drauf und dran, die genau gleichen Fehler wieder zu machen. Pax, Gaudium, Placenta ovorum! (IUF-Newsletter via Arlesheim reloaded, Foto: Geralt @ pixelio)

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7 thoughts on “Finanzkrise korrigiert Staatsversagen

  1. Zur Richtigstellung: Ich beklage auf eDemokratie.ch eben nicht allein das Versagen der Finanzmärkte, sondern sehe eher ein Politik- und Marktversagen.

    Langsam sollten wir merken, dass es weder das rein politische noch das rein wirtschaftliche Handeln auf individueller und kollektiver Ebene gibt. Je nach Interessenlage kann man Handlungen mehr aus einer wirtschaftlichen oder einer gesellschaftspolitischen Perspektive bewerten. Das gegenseitige zuschieben des «Schwarzen Peters» (der Staat ist schuld, nein, die Wirtschaft ist schuld, usw.) bringt die Gesellschaften und ihre Bürger jedenfalls nicht weiter…

    Schliesslich glaube ich auch, dass mehr staatliche Regeln nicht die Lösung sein können, sondern mehr Transparenz und Partizipation der Eigentümer nach dem Prinzip: «Wer zahlt, der befiehlt» (Aktionärsdemokratie).

  2. Der Staat hat im Wirtschaftsleben nichts zu suchen. Die Wirtschaft muss sich selber regulieren. Diese Grundsätze sind prinzipiell richtig. Woran es fehlt ist an der Menschlichkeit.
    Solange der gesunde Menschenverstand und Menschlichkeit in der Wirtschaft ihren Platz haben, wird sie funktionieren.
    Ich spreche nur aus der Sicht des Arbeiters. Der herrschende System hat eine willfährige Schicht an ausgebeuteten ZeitarbeiterInnen geschaffen. Was ich als Zeitarbeiter gesehen haben, spottet jedem gesunden Menschenverstand.
    Wo die Wirtschaft nicht selber behelfen kann, muss das Rechtsleben – der Staat eingreifen.
    Die Finanzkrise geht auf das Konto von Menschen die nicht für ihren Lohn arbeiten wollen. Diese beuten und saugen alles aus, dessen sie habhaft werden können.
    Kein Wunder das eines Tages das Lottersystem, das nur aus heisse Luft besteht zerfällt. Ein Wirtschaft die nicht den Menschen in Vordergrund stellt, versagt über kurz oder lange.
    Die Krise ist entstanden weil die soziale Frage weder angegangen, noch gelöst wird.
    Detailfragen sind nicht von Interessen, wer nun wie Schuld ist spielt keine Rolle. Ein Grundlegender Systemfehler ist hier das Problem.

  3. Der staatliche Eingriff ist Hauptschuldiger an der Finanzkrise. Jetzt wird ja wieder die Notenpresse angeworfen, sie läuft schon auf Hochtouren – auch ohne “Bailout”. Womit der erste Punkt der nächsten Krise schon wieder erfüllt wäre. Wann lernen sie endlich?

  4. Pingback: Blick Log » Liebe Banken, liebe Steuerzahler: Entschuldigung für mein Verhalten, das Euch erst in die Finanzkrise getrieben hat!

  5. Pingback: Blick Log » Lasst diese unnütze Schuldzuweisungsdebatte zur Finanzkrise

  6. Pingback: Zwei Jahre nach Lehman und AIG: “Gier der Anleger” als vergessene Ursache der Finanzkrise | BLOGGERFORUM-WIRTSCHAFT.DE

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