Nun wird es wohl so kommen, dass jene, die nichts von Komplementärmedizin halten, jenen die daran glauben ihre Kügelchen und gestampften Knochen bezahlen müssen. Die Überwälzung persönlicher Kosten auf die Gesellschaft schreitet voran. Statt die soziale Grundversicherung auf das zu reduzieren, was allen mindestens geboten werden muss, wird sie ausgebaut, auf dass alle nach Zahlung des Eintrittspreis ihre Anspruchshaltung ausleben können. Noch-Regierungsrat Markus Dürr nannte es “Buffet-Mentalität”. Warum wohl haben gerade die Waadtländer und die Genfer ganz besonders hoch zugestimmt? Angesichts der katastrophalen Gesundheitspolitik ihrer Regierungsräte Unger und Maillard wollen Sie endlich etwas für ihre horrenden Prämien. Auch hier wird der alte Friedman wieder einmal recht erhalten: “There is no such thing as a free lunch” oder kurz TANSTAAFL. Im Gesundheitswesen bahnt sich klassisches Staatsversagen an. Das ist die gute Nachricht dieses Wochenendes.

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2 thoughts on “Die einen bezahlen, was die anderen glauben

  1. Da gibt es doch Verschiedenes zu antworten.
    1.: Viele Zweige der Komplementärmedizin zeichnen sich durch besonders gründliche Anamnese aus. Eine Eigenschaft, die der Schulmedizin seit je und v.a. seit Tarmed abgeht. Mein angeblicher Hirntumor kostete die KK rund 3000 Stutz inkl. MRI, dabei hätte mir nur eineR der sechs beteiligten ÄrztInnen in die Nase zu sehen brauchen, um die verstopfte Nebenhöhle ausfindig zu machen, die die Beschwerden verursachte. Dreimal Nasenspülen, Schmerz weg. Sinnlose Kosten wg. sechs unfähiger Weisskittel.
    Ferner: Den Schnupfen meines Katers brachte ich mit drei Antibiotikakuren nicht weg. Mit vier Tagen Belladonna-Kügeli aber locker. Sage mir einer, das sei Placeboeffekt.
    2.: Hauptkostentreiber sind die Alten, und zwar die, die gesund gelebt haben. Wir Raucher sterben in der Regel, bevor wir Parkinson oder Altersheimer bekommen, weshalb wir über die gesamte Lebenszeit die KK über ein Viertel weniger kosten.
    Weshalb wird das nie auf den Tisch gebracht? Von den Auswirkungen auf AHV und PK ganz zu schweigen.
    3.: Es ist falsch, “jene” anstelle von hinweisendem “die” oder “diejenige” zu gebrauchen. Bitte bei aller Gehässigkeit die Sprachstandards nicht ausser Acht lassen.

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