krawatteschlips
Manchmal muss man jemandem auf den Schlips treten. Also: Die Invalidenversicherung ist ein gutes Beispiel für eine staatliche Einheitskasse und warum dies nicht funktionieren kann. Niemand im die IV verwaltenden Beamtenapparat hat ein Interesse an effizienten Leistungen und Sparanreizen, denn ausgegeben wird nicht das eigene Geld, sondern via Lohnabzüge automatisch von uns eingezogene Beiträge. Die Versicherten haben keine Alternative. Es gibt keine Konkurrenz. Die Folge: Jahrelange Misswirtschaft, 12 Milliarden Franken Schulden und jedes Jahr ein zusätzliches Defizit von 1.5 Milliarden. Hinzu kommen tausende von sogenannt “wohlerworbenen Rechten”, welche bis in alle Ewigkeit finanzielle Ansprüche begründen sollen. Nun wird die Allgemeinheit mittels Mehrwertsteuererhöhung zur Kasse gebeten – am 27. September 2009 stimmen wir darüber ab.

Statt neue Finanzierungsquellen braucht es eine grundlegende Neukonzeption einer Versicherung gegen Schädigungen der Erwerbsgesundheit (das und nichts anderes ist die IV eigentlich). Dabei ist zuerst zu klären, ob es überhaupt nötig ist, dass der Staat selber eine Invalidenversicherung betreibt und organisiert. Es gibt auf den ersten Blick keinen Grund, dass dies nicht durch private Versicherungen betrieben werden könnte. Es ist Mode, über die Krankenkassen herzuziehen, aber dieses System funktioniert zumindest an dieser Ecke klar besser und effizienter als die IV. Auch hinsichtlich der Erwerbsgesundheit sollen sich konkurrenzierende Versicherungsmodelle den Bedürfnissen der Kunden anpassen können – und damit diese besser befriedigen. (Foto: doro52 @ pixelio)

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One thought on “Privatisiert die Invalidenversicherung!

  1. Aus welchen Gründen auch immer sie jemandem auf den Schlips treten müssen (Frustration, Unzufriedenheit…?)
    interessiert mich eigentlich nicht. Es rechtfertigt aber auch nicht solch unqualifizierte Stammtischaussagen über die Invalidenversicherung zu machen. Ich denke, sie sind einfach schlecht oder gar nicht informiert, wie die IV heute funktioniert. Seit der 5. IV-Revision hat sich doch so einiges geändert. Es gibt keine wohlerworbenen Rechte mehr, schon gar nicht bis in alle Ewigkeit. Die IV hat innert Kürze gelernt effizient und kostengünstig zu handeln und auch sehr schnell zu reagieren, mit Beamtentum hat das bei weitem nichts mehr zu tun.
    Dass eine Krankenkasse besser funktionieren soll als die Invalidenversicherung stellen die jüngsten Prämienaufschläge in Frage. Natürlich könnten Leistungen von der IV zum KVG transferiert werden, was dann aber der Versicherte noch an Leistungen erhält und was er selber berappen müsste, will ich lieber nicht wissen. Kommt dazu, dass schlichtweg keine Krankenkasse in der Lage wäre, die Leistungsvielfalt der IV zu übernehmen, ausser die Prämien würde vervielfacht.
    Die Invalidenversicherung ist ein Grundstein zur sozialen Sicherheit in unserem Lande. Sollte dieses Fundament herausgebrochen werden, dann, ja dann Gnade Gott allen Menschen mit mittleren und unteren Einkommen in unserem Land.

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