Neue Währungen machen die Wirtschaft stabiler

Geld braucht Wettbewerb mit attraktiven Alternativen
Wir haben es schon länger gefordert: privatisiert die Notenbanken. Das Monopol auf der Geldproduktion ist ein latentes Risiko. Nun empfiehlt der belgische Finanzexperte Bernard Lietaer im Tagesanzeiger (Link) etwas Ähnliches. Die bestehenden Geldwährungen sind Monopole. Und Monopole sind schädlich. Das Finanzsystem braucht Alternativen, wie es sie in Form von Bonus-Meilen, Superpunkten und WIR-Geld bereits gibt. Weltweit gebe es bereits rund 5′000 solcher Alternativen. Daraus entsteht nach Lietaer erstens Wettbewerb unter den Währungen um das Vertrauen der Geldkonsumenten und zweitens Stabilität. Und weiter:

Das gegenwärtige System mit den nationalen Monopolwährungen ist wie ein Wald, in dem nur eine einzige Baumsorte wächst. Das ist sehr effizient, aber auch sehr gefährlich: Wenn ein bestimmter Schädling oder eine bestimmte Baumkrankheit auftaucht, vernichtet sie schlagartig den ganzen Wald. In ähnlicher Weise hat die jüngste Finanzkrise beinahe das ganze System einstürzen lassen. Wenn wir mehr Stabilität wollen, dann brauchen wir also solche Komplementärwährungen.

Das WIR-System trage zur Stabilität der Schweizer Wirtschaft bei. Lietaer fordert, dass der Staat die Alternativen fördert und das Monopol lockert; zum Beispiel WIR-Geld zur Zahlung von Steuern akzeptieren sollte. Das würde die Bedeutung des WIR-Geldes auf zehn Prozent des BIP anheben und zu einer drastischen Senkung der Arbeitslosenzahlen in der Krise beitragen. Wer von den 246 Weisen in Bundesbern macht den Vorstoss? (Foto: Knipsermann @ pixelio)

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2 Kommentare

  1. Tweets that mention Neue Währungen machen die Wirtschaft stabiler auf Ordnungspolitischer Blog -- Topsy.com:

    [...] This post was mentioned on Twitter by feusl and chris. chris said: Neue Währungen machen die Wirtschaft stabiler auf …: Lietaer fordert, dass der Staat die Alternativen fördert .. http://bit.ly/vwkxf [...]

  2. gis:

    Das Geldmonopol ist in der Tat eines der schädlichsten überhaupt! Schön, dass Menschen wie Lietaer und Themen wie alternative Währungen langsam ihren Weg in den Mainstream finden.

    In diesem Zusammenhang auch sehr interessant: Interview mit Lietaer im brand eins 01/2009:
    http://www.brandeins.de/cover-des-jahres/magazin/wirtschaft-neu/artikel/erhoehte-unfallgefahr.html

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