Big Government oder small Government? Was ist besser für die Menschen: Ein “kleiner Staat” mit tiefen Steuern, geringeren Staatsausgaben, Umverteilung etc. oder ein “grosser Staat” mit hohen Steuern, grossen staatlichen Investitionen und Ausgaben? Ein Bericht des Center for Policy Studies CPS in London stellt ein paar Zahlen aus den Jahren 1965-2011 von entwickelten Staaten mit weniger als 40% Staatsquote, den gleichen Zahlen von Staaten mit höherer Staatsquote gegenüber. Die Fakten sind klar (siehe auch das obige Video):

  • “Kleine Staaten” haben höheres Wachstum – 2003-2012 3.1% statt 2.0%.
  • Zehn Prozent höhere Steuern haben ein um 1.2 Prozent geringeres Wachstum zur Folge. Ähnlich ist es mit höheren Staatsausgabe

Ich höre es schon: Dafür sind die Staaten mit grosser Umverteilung, Bildungsausgaben, Sozialwerken von der Wiege bis zur Bahre sicher sozialer! Dem ist nicht so. Die Kindersterblichkeit ist in diesen Staaten wohl geringer – in “kleinen Staaten” ist die Lebenserwartung aber höher, der Erfolg des Bildungswesens besser (und damit vermutlich auch die soziale Mobilität). Kurz: Small is best! Den ganzen Bericht gibt es hier.

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2 thoughts on “Kleiner Staat ist besser – für alle

  1. Bürgernähe ist sicher ein Vorteil, es bleibt aber die Frage offen, ob die kleinen Staaten nicht schlicht als Trittbrettfahrer von den grossen Staaten profitieren. Gäbe es heute Frieden und offene Märkte in Europa, wenn Europa aus 50 Kleinstaaten bestehen würde? Könnten sich die europäischen Kleinstaaten heute in der WTO gegenüber den Interessen von Grossstaaten durchsetzen? Hätten sich europäische Kleinstaaten in der Vergangenheit ohne Hilfe der USA gegen die Sovjetunion behaupten können?

  2. Achtung. “Kleine Staaten” heisst in diesem Bericht des CPS Staaten mit “small government”, also Staatsquote kleiner als 40%. Das hat nichts mit der geographischen Grösse zu tun.

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