Individuum - darauf kommt es an!
Es ist eine Mode, Forderungen, Ziele und Absichten in Gesetze einzubauen, weil man die einfach gut findet. Politik beschränkt sich nicht mehr auf Rahmenbedingungen für die Menschen, sondern schreibt das Gute, Richtige und Anzustrebende vor – meist ohne sich der Konsequenzen bewusst zu sein. Statt sich selber für diese Zielke einzusetzen und die Menschen zu überzeugen, gehen die politisch Engagierten dann den Instanzenweg. Klar ist, dass diese “deklamatorische Politik” des verordneten Guten, der Symbole und des “Zeichensetzens” nicht funktioniert. Nur sagt das im politischen Prozess niemand.

Jetzt hat es auch einer im urbanen Zürich gemerkt. Der Staat scheitert regelmässig an diesen Aufträgen der Politik – auch wenn sie manchmal sogar an der Urne bestätigt worden sind. Ob Verkehrsverlagerung, Verkehrsreduktion, 2000-Watt-Gesellschaft, Atomausstieg oder Ähnliches: Die Umsetzung ist schwierig – und oftmals unrealistisch teuer. Darum bleiben die hehren Ziele Papiertiger. Der Journalist Jürg Rohrer erkennt luzide, worauf es ankommt: auf jedes einzelne Individuum. Auch die kollektivistische Politik ist auf jeden Einzelnen angewiesen. Zum Glück.

Noch besser wäre es, auf derartige Politik zu verzichten und stattdessen in die Gesetze zu schreiben, was man tatsächlich tut oder verbietet. Es dürfte immer noch zu viel sein. (Foto: Silke Kaiser / pixelio.de)

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