Pferd vor Kutsche
…ist der Esel, der brav seine Steuern bezahlt, während sie von wohlmeinenden Bürokraten verprasst werden. Was nun folgt, ist kein Witz: Nachdem das Schweizerische Nationalgestüt wieder einmal eine Streichung seiner längst absurden Subventionen verhindern konnte, wagt man sich wieder an neue Projekte. Zusammen mit der Gemeinde Avenches und einem Ingenieurbüro, das seinen “Wirkungsbereich mit Arbeiten für Tiergespanne diversifiziert”, entwickelte man eine elektrische Kutsche, die dann doch noch von einem Pferd gezogen werden muss und testet sie für Kommunalarbeiten wie Strassenreinigung oder Abfallentsorgung. Selbstredend ist nicht zu erfahren, was das Projekt kostet und wer es bezahlt. Ist ja Geld anderer Leute.

Die Pferde sind nicht nur “praktisch”, sondern strahlen natürlich auch “ein positives und ökologisches Image aus” und haben “insbesondere bei der sozialen Integration von Jugendlichen oder Behinderten viel Potenzial” (für welchen Schmarren Jugendliche und Behinderte immer herhalten müssen; ich würde mich wehren!). Das Projekt vereint natürlich “Rentabilität und Wohlbefinden des Pferdes” (wahrscheinlich ist ausschliesslich die Rentabilität des Pferdes gemeint) und wird natürlich wissenschaftlich, pardon “ethologisch”, begleitet (wenn das für eine Doktorarbeit reicht, verliere ich jeden Respekt vor Veterinären). Mit den ganzen Erkenntnissen und “Messungen” will man dann andere beglücken und “interessierten Gebietskörperschaften mit Rat und Tat” zur Seite stehen.

(Quelle des PR-Geschwurbels: Admin.ch, NZZ (völlig unkritisch), Foto: Andrea Damm / pixelio.de)

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