Weihnachtspäckli für Parlamentarier
Am letzten Tag der Session ist Aufräumen angesagt. Die Papierberge müssen entweder entsorgt oder mit nach Hause geschleppt werden. Nicht alle Koffer der zum Bahnhof hetzenden Nationalrätinnen und Nationalräte sind mit Kleidern gefüllt – viele pressen sie mit Akten und Notizen voll. Aber nicht alle. Am letzten Tag der Session türmen sich die Pakete bei den offiziellen Brief­kästen der Parlamentsdienste jeweils verdächtig hoch – mit Paketen voller Akten, die sich die Parlamen­tarier selber nach Hause schicken. Eine prak­tische und für sie kostenlose Methode des Transports. Bezahlt wird die Post mit Steuergeldern.

Es gibt Parlamentarier mit zwei oder drei derartigen Paketen. Wegen des Postgeheimnisses wagte es die BaZ nicht, eine genaue Statistik zu erstellen. Die beobachteten sieben Pakete der SP- Nationalrätin Margret Kiener Nellen aus dem notabene rasch und einfach zu erreichenden Bolligen bei Bern sind aber vermutlich absoluter Rekord. Ihr Assistent bediente sich wie selbst­verständlich bei den Parlamentariern vorbehaltenen Paketen und Kuverts und packte der Frau Nationalrätin ihre Akten ein. Schöne Bescherung.(aus der Basler Zeitung vom 15.12.12, Foto: fi)

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