Ausgang aus der Wandelhalle im Bundeshaus in Bern
Viele kleine Ausgaben machen das grosse Defizit. Viele kleine Sparanstrengungen bringen den Schuldenabbau. Nachdem mir gestern ein Parteipräsident einer Bundesratspartei allen Ernstes weismachen wollte, dass ein Defizit von 400 Millionen Franken bei 110 Milliarden Franken Schulden eine “gesunde Finanzpolitik” sei, wurde mir klar: Auf diese Politiker können die zukünftigen Generationen welche die Staatsschuld irgendwann bezahlen müssen nicht bauen. Da Einsparungen mit dem Rasenmäher (zum Beispiel minus 5% bei allen Departementen) weder beim derzeitigen Bundesrat noch im derzeitigen Parlament eine politische Chance haben, muss das Bundespersonal ran. Dort gibt es nämlich viele Leute, die sehr wohl und sehr genau wissen, wo gespart werden könnte. Diese vernünftigen Kräfte gilt es freizusetzen.
Wie geht das? Mit einer Defizitbremse, die dort ansetzt, wo das Geld ausgegeben wird: Solange der Bundeshaushalt negative Zahlen schreibt, werden die Löhne des Bundespersonals jährlich um zwei Prozent gekürzt. Ausgenommen sind jene Bundesämter, die im gleichen Jahr eine Kostenreduktion um fünf Prozent erzielt haben. An der Wirksamkeit dieser Massnahme besteht kein Zweifel. Angesichts einer negativen Teuerung (0,7% im 2012) ist das zweifellos vertretbar. (inspiriert durch einen Tweet von Tom Giovanetti, Präsident des Institute for Policy Innovation in Lewisville, Texas (USA), der aber eine Reduktion von fünf Prozent vorschlägt, Foto: FI)

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