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Der Bundesrat will uns verbieten, Dinge im Wert von mehr als 100 000 Franken bar zu bezahlen. Schweden ist bereits einige Schritte weiter: Im hohen Norden kann ­vielerorts nur noch mit Karte bezahlt werden – Bargeld ist out.

Tatsächlich ist die elektronische Bezahlung im Alltag praktisch und schnell sowie relativ risikolos.

Gleichzeitig ist sie aber nachvollziehbar, im wahrsten Sinn des Wortes: Man kann nachvollziehen, wer wann wo was zu welchem Preis gekauft hat. Das bedeutet totale Kontrolle.

Was im Kampf gegen Geldwäscherei möglicherweise die Arbeit der Verfolgungsbehörden erleichtert, liefert gleichzeitig alle ehrlichen Bürger der permanenten Überwachung aus.

Bargeld ist mehr als nur Noten und Münzen. Bargeld ist auch mehr als ein Wert mit Aufbewahrungs- und Tauschfunktion.

Bargeld ist Privatsphäre.

Die Grenze bei 100 000 Franken ist ein erster Schritt, der zweite wird kommen. Und ist das Bargeld erst einmal ganz verschwunden, hat Vater Staat Zugriff auf all unsere Konten und Daten. Wollen wir das? Ich nicht.

Veröffentlicht in der Basler Zeitung vom 28. Februar 2013
Foto: Kurt Michel / pixelio.de

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