Hohe Kosten und geringer Nutzen. So kann man die Geschichte des staatlichen Krankenkassenvergleiches beim Bundesamt für Gesundheit seit 2005 zusammenfassen. Daran hat auch der deutliche und teure Ausbau des Angebotes vor zwei Jahren nichts geändert. Bersets Plan, Comparis auszubooten, ist gescheitert. Das ist auch nicht nötig, weil längst weitere private Prämienrechner Comparis Konkurrenz machen.

Wenn der Grundsatz noch gilt, dass der Staat funktionierende private Angebote nicht konkurrenzieren soll, dann muss Alain Berset die Übung abbrechen. Mit grosser Wahrscheinlichkeit wird er das nicht tun. Erstens ist der Streit längst zu einer politischen Frage geworden, bei der Berset das Gesicht zu verlieren droht. Zweitens misstraut der Gesundheitsminister offensichtlich privaten Akteuren, egal, ob sie kommerziell oder idealistisch arbeiten. Berset gilt in Bern als guter Taktiker. In dieser Frage ist ihm offensichtlich seine Ideologie in die Quere gekommen. (veröffentlicht in der Basler Zeitung vom 15.08.2013)

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