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Staatliche Eingriffe und Subventionen führen oftmals zu absurden Resultaten. Die Landwirtschaft liefert dabei immer wieder gutes Anschauungsmaterial. Diese Woche am Beispiel der Birne:

Der Bund hat in den vergangenen Jahren den Erhalt und die Neupflanzung von Birnbäumen gefördert. Jedes Jahr gab es dafür rund sechs Millionen Franken aus der Bundeskasse.

Die Bauern haben darum keine Bäume gefällt – was Ziel der Förderung war.

Im Sommer 2011 blühte es im Birnenland Schweiz. Was eine Rekordernte und ein Problem zur Folge hatte:

Die Lager sind voll. So voll, dass ungefähr das Dreifache eines Jahresverbrauchs auf Lager ist, wie SVP-Nationalrat und Landwirt Markus Haus­ammann (TG) im Sommer dem Parlament erklärte. Zudem ist der Verbrauch rückläufig, weil mehr Apfel- und weniger Birnsaft getrunken wird. Damit die 850 Tonnen Birnsaftkonzentrat, die zu viel lagern, doch wegkommen, hat das Parlament einem Nachtragskredit zugestimmt: 2,5 Millionen Franken Absatzförderung für den Birnsaft.

Dies wird nun in der gestern vom Bundesrat präsentierten «Verordnung über die ausserordentliche finanzielle Unterstützung der Verwertung von Birnsaftkonzentrat» geregelt. Wer mehr als fünf Tonnen Birnsaft kauft, kriegt 2.65 Franken für Futtermittel- und 2.25 Franken für Lebensmittel-Konzentrat. Berechtigt sind alle Personen mit Wohnsitz in der Schweiz.

Veröffentlicht in der Basler Zeitung vom 22. August 2013

Foto: MG / pixelio.de

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2 thoughts on “Millionen für Birnensaft

  1. Birnel = Erinnerung an die früheste Schulkindheit. Und ich mochte schon Honig nicht….

  2. Pingback: Millionen für BirnensaftTatsachen und Meinungen bei Tatsachen und Meinungen

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