Profil einer Tramschiene - Geschenk der Stadt Bern an die Parlamentarier
«So wie Hunde unfähig sind, Wurstvorräte anzulegen, sind die Sozialdemokraten unfähig, Geldvorräte anzulegen», sagte einst der bayerische Ministerpräsident Franz Josef Strauss. Oder sie zu verwalten, ist man nach der neusten gemeinsamen Aktion der Stadt Bern und der ihr gehörenden bernischen Verkehrsbetriebe «Bernmobil» geneigt zu sagen.

Auf Sessionsbeginn wurden alle 246 eidgenössischen Parlamentarier mit einem fast 600 Gramm schweren Stück Tramschiene aus poliertem Stahl beglückt. Stadtpräsident und Nationalrat Alexander Tschäppät (SP) und «Bernmobil»-Präsidentin Ursula Wyss (SP) wollten sich mit dem schlagringähnlichen Objekt für «Unannehmlichkeiten» entschuldigen, die durch eine innerstädtische Baustelle entstanden seien. Die Aktion ist gemäss Auskunft vom Gemeinderat beschlossen und wird von den Verkehrsbetrieben finanziert.

Die 145 Kilogramm Stahl mussten am Montag von den Weibeln des Parlamentes auf den Pulten verteilt werden. Die Parlamentarier fragen sich nun mehrheitlich kopfschüttelnd, was sie mit dem Teil anfangen sollen. Wenn sie es mit Parlamentspost nach Hause schicken, entstünden wiederum hohe Kosten für die Eidgenossenschaft.

Unter den Parlamentariern kursierten gestern verschiedene mögliche Verwendungszwecke: Man könnte die Schienenstücke der linksextremen Berner Reithalle zukommen lassen, zur Bewaffnung für die nächsten Krawalle, oder den jurassischen Separatisten für die vollständige Trennung von Bern. (veröffentlicht in der Basler Zeitung vom 12.09.13, Foto: fi.)

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One thought on “Bern verschenkt Tramschienen

  1. es ist in Mode gekommen, irgendwelche unbrauchbaren Sachen zu verschenken … vom Zahnbürsteli, Ansichtskarten, Herzchen und Engelchen …. vor allem jene, die das Geld dafür nicht selbst verdienen müssen, sind sehr grosszügig: auch die Hilfswerke.
    Sie helfen uns damit, noch mehr Abfall entsorgen zu müssen.

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