Foto der Nationalbank auf dem Bundesplatz in Bern, im Vordergrund steht
Es war ein absurdes Bild gestern im grossen Konferenzsaal des Medienzentrums im Bundeshaus in Bern. Da sassen sechs alte Herren, drei davon mit Bart. Alle ausser einem erhalten eine Rente. In Franken auf ihr Bankkonto mit Zins. Das soll sich ändern.

Die gestern lancierte «Vollgeld-­Initiative» verspricht das Paradies: Eine krisensichere Währung, eine unabhängige Geldpolitik und Milliarden Franken an Einnahmen für den Staat, verbunden mit tieferen Steuern für uns alle. Es ist die in staatliche Allmacht gekleidete eierlegende Wollmilchsau. Es ist der Traum der in die Jahre gekommenen 68er, das letzte Zucken des durch die Institutionen gegangenen Hippietums.

«Vollgeld» bedeutet die endgültige Verstaatlichung des Geldwesens. Den Banken soll verboten werden, mehr Geld auszuleihen, als sie an Eigenkapital oder Kundengeldern besitzen. Darin sehen die Initianten den Fehler des heutigen Geldsystems. Die Banken würden so «aus dem Nichts» Geld schaffen und so «Finanzblasen anheizen», die dann wie in der Finanzkrise platzen würden.

«Vollständig sicher» oder nicht?

Mit «Vollgeld» sei das nicht mehr möglich. Unser Geld sei dann «vollständig sicher». Die Notenbank – bei uns die Schweizerische Nationalbank SNB – würde die Geldmenge festlegen und das Geld in Umlauf bringen, und zwar grundsätzlich direkt dem Staat, alternativ direkt an die Bevölkerung und erst als dritte Möglichkeit – wie heute – an die Banken. Selbstverständlich macht die Nationalbank das «politisch vollständig unabhängig» und schaut nur auf einen «stabilen Geldwert». Zumindest in der Theorie.

Dies widerspricht allen praktischen Erfahrungen. Die Notenbanken sind entgegen ihrem Auftrag alles andere als unabhängige Gebilde. Wenn die Kantone über zu geringe Gewinnausschüttung jammern, wird die Geldproduktion angeworfen. Wenn die Export­industrie mit dem Tourismus über den Euro klagt, bindet sich die SNB mit enormen Risiken an den Euro – ohne Ausstiegsszenario und auf Kosten höherer Preise. Die ungeheure Aufblähung der Geldmenge ist politisch gewollter Kauf von Zeit, um das tatsächliche Problem des Papiergeldes nicht angehen zu müssen. Das haben auch die Vollgeld-­Initianten nicht begriffen: die Initiative sagt nichts darüber, ob denn das Geld der Nationalbank voll gedeckt sein muss. Die Initiative ändert also nichts am heutigen Vertrauensproblem im Geldwesen.

Ungedecktes Papiergeld wird auch den nächsten Crash verursachen, egal ob es von den Banken oder den Notenbanken «aus dem Nichts» geschöpft wird. Es ist reichlich naiv, zu glauben, dieses vollverstaatlichte Geldsystem würde nicht zum Spielball politischer Interessen werden und zur Klientelpolitik geradezu einladen. Dann aber zerfallen all die schönen Versprechen.

Entstaatlichung statt Vollgeld

Wer den Missbrauch des Währungsmonopols verhindern will, muss es abschaffen, nicht stärken. Der muss zurückkehren zu einem Wettbewerb der Währungen, bei dem ungedecktes Geld rasch kein Vertrauen, also keinen Wert mehr besitzt. Der Staat und seine Geldproduktion ist nicht die Lösung, sondern das Problem. Niemand kann die objektiv richtige Menge und Art von Geld bestimmen, ausser der Markt, in den das Wissen aller Teilnehmer einfliesst. Die «Vollgeld-Initiative» folgt dem russischen Revolutionär Wladimir Iljitsch Lenin, der es klarer als die Initianten offenlegt: «Um die bürgerliche Gesellschaft zu zerstören, muss man ihr Geldwesen verwüsten.» Das klang gestern in den Voten der Initianten an.

Wer ein Vollgeld-System will, darf schon heute sein Geld einer Depositenbank anvertrauen. Nur erhält er dafür dann keinen Zins, sondern muss eine Gebühr zahlen. Die Rente der alternden Hippies der «Vollgeld-Initiative» wäre in einem solchen Geldsystem aber um einiges geringer. Es ist die Dynamik des Kapitalismus, die ihre Generation reich gemacht hat. Absurd, dass sie diese nun unterbinden wollen. (veröffentlicht in der Basler Zeitung vom 04.06.14, Foto: Kopf oder Zahl / flickr, CC-Lizenz, unverändert)

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59 thoughts on “Vollgeld-Initiative: Leere Versprechen vom vollen Geld

  1. ” Den Banken soll verboten werden, mehr Geld auszuleihen, als sie an Eigenkapital oder Kundengeldern besitzen” Was ist daran falsch? Warum wollen die Banken immer mehr verschulden und retten darf sie dann der Steuerzahler! Bin kein Sozi, bin auch nicht bei den Vollgeld Leuten. Die Frage stelle ich doch hier!

  2. Weil die Banken damit Geld verdienen. Geld verdienen ist gut. Klar ist, dass sie für die Risiken auch haften müssten, also keine Rettung von niemandem und nirgends.

  3. @Dominik Feusi
    Schweizer Franken selber schöpfen das kann kein anderes Unternehmen in der freien Marktwirtschaft tun und ist darum eine Subventionierung von Banken. Deshalb ist die Geldmenge (M1) in den letzten Jahren mit etwa 7.8% gewachsen, wogegen die Realwirtschaft lediglich mit 1.4%! Das Geld fliesst in die Finanzmarktspekulation statt in die Realwirtschaft.

    Das Vollgeld soll zudem ausserhalb der Bankbilanz geführt werden, wie dies mit einem Wertschriftendepot heute schon der Fall ist und wenn sich eine Bank verspekuliert dann kann sie auch Konkurs gehen. Vollgeld ist die liberalste Sache der Welt.

  4. Sorry, das ist Quatsch. Die zeitlichen Präferenzen ihrer Kunden dazu zu nutzen, um mehr Geld zu verleihen als im Tresor liegt, gehört zu jeder Geschäftsbank seit es Banken gibt. Das als Privileg hinzustellen ist sachlich falsch. Sie können damit mehr Zins offerieren und mehr Geld verdienen. Wir alle haben davon profitiert. Die Geldmenge ist wegen der Nationalbank gewachsen.

  5. Sehr geehrter Herr Feusi,
    die gesetzliche Mindestreserve ist 2.5% und bei kleineren Banken um einiges höher, der Rest ist Luft. Das selber erzeugte Geld der Banken ist also kein gesetzliches Zahlungsmittel, sondern lediglich eine Art elektronischer Gutschein um am Bankomaten oder am Bankschalter Bargeld zu beziehen sowie Zahlungen auf andere Bankkonti zu tätigen.

    Die Allgemeinheit geht davon aus, es handle sich beim Giralgeld auf unseren Bankkonti, um echte Franken, das ist aber nicht so, das Geld ist eine privatrechtliche Angelegenheit zwischen den Banken und uns und kann mit Kumulus oder Coop Superpunkten verglichen werden.

    Lesen Sie mal die Interpellation von Lukas Reimann (SVP) und Geri Müller (Grüne) bei den Antworten und Schlussfolgerungen werden Ihnen die Haare zu Berge stehen:
    http://www.vollgeld.ch/worum-geht-es/367-archiv/1462-114interpellationen-antworten-kommentare

    Wer Vollgeld will das 100% von der SNB gedeckt ist, kann heute schon schweizerische Noten oder Münzen nehmen.

    Natürlich ist es ein Privileg der privaten Banken Geld herzustellen, oder welches Unternehmen kann das sonst noch?
    Das schlimmste ist, dass diese Banken Geld herstellen und die Allgemeinheit glauben lassen, es sei echtes gesetzliches Zahlungsmittel! Jedoch hat unlängst die BoE schon selber berichtet, dass das Geld durch die Geschäftsbanken, aus dem nichts, hergestellt wird.

    Ich grüsse Sie recht herzlich

  6. Der multiple Geldschaffungsprozess der Banken ist im Prinzip kein Problem, Herr Gamper, sondern sogar eine effiziente Sache. Die Zentralbank (SNB in der Schweiz) kontrolliert den Prozess. Die Probleme des Fiat-Money (Geld auf Vertrauensbasis, sozusagen) liegen darin, dass die Zentralbanken unter politischen Druck das Vertrauen brechen und für Inflation sorgen – eine besonders perfide Form der Besteuerung.

  7. Dazu möchte ich in die Diskussion einbringen ob die Gewinne der SNB für die Kantone nun selbstverständlich geworden sind, so wenn die mal nicht kommen, die Kantone plötzlich Mühe haben mit Ihrem Budget, kann man so seriös budgetieren? Ist heute immer alles selbstverständlich?

  8. @Markus Saurer
    Da Geld vor allem durch die Vergabe von Bankkrediten entsteht, bestimmen die Geschäftsbanken dadurch die Geldmenge und nicht die Nationalbank. Diese kann zwar durch den Leitzinses die Kreditvergaben und damit die Geldmenge beeinflussen. Doch das funktioniert nur sehr ungenau, weshalb die Nationalbank schon seit Langem aufgegeben hat, die Geldmenge zu kontrollieren. Da dies nicht möglich ist, strebt die Nationalbank eine Kontrolle der Geldmenge M1 in ihrer Geldpolitik gar nicht mehr an, sondern nur ein “Zielband für einen Referenzzinssatz, dem Libor (London Interbank Offered Rate) für dreimonatige Anlagen in Franken.

    Zum Fiat Money kann ich nur sagen, dass ich dies oben erwähnt habe: In der Schweiz ist die gesetzliche Mindestreserve von Giralgeld/Buchgeld der Nationalbank 2.5% (bei Grossbanken). Dementsprechend sind ca. 97% eben Fiatmoney, Zahlungsverpflichtungen der Banken oder eine Art elektronische Gutscheine, um Bargeld von der Bank zu erhalten.

    Wieso sie jedoch behaupten dass der jetztige Geldschaffungsprozess kein Problem sei, ist für mich ein Rätsel. Denn gerade diese Geldschöpfung aus dem nichts, wo die Geschäftsbanken für den Eigenhandel Geld produzieren können und so der grösste Teil dieses Geldes in den Deritvat und Aktienhandel fliesst statt in die Realwirtschaft, ist vorallem dann ein Problem wenn diese Banken sich verspekulieren und dann der Steuerzahler zur Kasse gebeten wird, wie damals die UBS.

    Meine Meinung: sobald die Schweizer merken, dass das elektronische Geld auf unseren Bankkonti keine gesetzlichen Zahlungsmittel sind, dann halleluja dann wird es in der Schweiz einen Aufstand geben.

    Und jetzt komme ich noch auf den Punkt des Vertrauens, ja die Banken müssen jetzt damit anfangen das Vertrauen der Kunden zu erhalten. Denn die Banken spielen auch in Zukunft eine wichtige Rolle, vor allem die kleinen und mittleren Banken erhalten wieder gleich lange Spiesse wie die Grossbanken. Die Investment Banken würden als Verlierer vom Platz gehen. Aber eigentlich haben sie nur einen Nachteil, nämlich dann, wenn sie sich verspekulieren, dann kann man sie einfach Konkurs gehen lassen ohne einen Realwirtschaftlichen Schaden anzurichten. So wie das in einer gesunden sozialen Marktwirtschaft eben ist.

  9. @ Daniel Gamper
    Ich teile die meisten ihrer Erläuterungen. Des Pudels Kern liegt hier:

    “ist vorallem dann ein Problem wenn diese Banken sich verspekulieren und dann der Steuerzahler zur Kasse gebeten wird, wie damals die UBS”

    Genau so ist es. Nicht der Geldschaffungsprozess (Geld wird geschaffen, nicht “geschöpft” – und das ist sogar eine sehr produktive Leistung des Bankensystems), sondern die Too Big to Fail Problematik ist das echte Problem.

  10. Hinzu kommt, dass die Initianten naiv glauben, eine vollverstaatlichte und voll von der Politik abhängige SNB würde sicheres Geld produzieren. Sie haben es nicht einmal für nötig erachtet, “Preisstabilität” im initiativtext zu erwähnen (würde ja auch den Plänen widersprechen, mit dem Pseudo-Vollgeld alles und jeden direkt zu finanzieren). Die Geschichte der Notenbanken ist nun aber eine Geschichte der Inflation, der Preisinstabilität, bei genauem Hinsehen der klammheimlichen Enteignung aller. Darum ist es bestenfalls naiv, eigentlich eine krasse Lüge, wenn die Initianten behaupten, Vollgeld sei “vollständig sicher”.

  11. Es ist eine glatte historische Lüge, dass die Zentralbank Finanzkrisen verursacht haben. Mir sind hier keine Fälle bekannt. Finanzkrisen entstanden immer aus politischen Krisen oder einer unkontrollierten Geldschöpfung privater Geschäftsbanken.

    Ich kann Herrn Feusi nur empfehlen, schnellstens eine Volksinitiative zu starten zur Abschaffung dieses bösen “Währungsmonopols”. Dann würde er vielleicht bald merken, dass die überwiegende Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger sehr froh sind, dass es die Schweizer Franken der Schweizerische Nationalbank gibt, hinter dem der ganze Schweizer Staat und Volkswirtschaft steht. Statt einer staatlichen Währung soll es ein wirres Durcheinander von UBS-Franken, CS-Franken, Migros-Dollar oder Esso-Gulden geben ….

  12. @ Feusi, das Geldmengenwachstum im Vollgeldsystem soll dem Wirtschaftswachstum entsprechen! Vollgeld unterstütz deshalb vor allem die Realwirtschaft und nicht die Finanzspekulation, diese bringt nämlich weder der Bevölkerung noch der Realwirtschaft einen nutzen. Dadurch wird gefördert, dass die Kredite wieder in die Realwirtschaft fliessen! die KMU werden sich freuen.

    Die Kritik an einer stattlichen SNB scheint mir sehr weither geholt sein. Die heutige Geldmenge ist nämlich zu 90% selbst gemachtes Buchgeld der privaten Banken und das unter dem Deckmantel von Schweizer Franken, Dieses aus dem nichts geschaffene Buchgeld muss lediglich eine 2.5% Mindestreserve (das habe ich oben schon einmal erwähnt) der Nationalbank aufweisen. Kleinere Banken sind hier klar im Nachteil und müssen sich zu einem höheren Grad refinanzieren.

    Die Privaten Banken steuern die Geldmenge im Interesse der Aktionäre und schon gar nicht wie das heute in der BV geschrieben steht:
    Das Geld- und Währungswesen ist Sache des Bundes; diesem allein steht das Recht zur Ausgabe von Münzen und Banknoten zu (von 1891, damals gabs noch kein elektronisches Buchgeld)

    Die Preisstabilität ist heute auch nicht in der BV, sondern im Nationalbankgesetz Art. 5 geregelt. Es ist ein Irrtum zu glauben, dass dies in die BV gehört. Vielmehr soll übergeordnet in der BV stehen:

    Die Schweizerische Nationalbank führt als unabhängige Zentralbank eine Geld- und Währungspolitik, die dem Gesamtinteresse des Landes dient; sie steuert die Geldmenge ….. vergl.:
    http://www.vollgeld-initiative.ch/erlaeuterungen/

  13. Ich gebe mir ein letztes Mal Mühe:
    Herr Mayer: Lesen bildet, zum Beispiel Friedman/Schwartz, A Monetary History of the United States 1867-1960 (da könnten sie auch lesen, dass Marktgeld sehr gut und stabiler alls alles Monopolgeld funktioniert hat) oder Murray Rothbard, America’s Great Depression oder aus neuerer Zeit mit Dutzenden von Beispielen für von Nationalbanken verursachten Finanzkrisen: Reinhart/Rogoff, Dieses Mal ist alles anders (deutsch).
    Es ist zudem anerkannt, dass die Subprime-Krise nur möglich war, weil Geld zu billig erhältlich war. Das billige Geld war (zusammen mit politischen Entscheiden, dass jede udn jeder ein Häuschen haben sollte) die Voraussetzung, dass Geldgeber Risiken eingegangen sind, die sie bei höheren Zinsen nie eingegangen wären: http://www.ordnungspolitik.ch/2007/08/30/die-ursache-der-us-hypothekenkrise/ oder http://www.cato.org/publications/commentary/subprime-monetary-policy
    Das Argument mit dem “wirren Durcheinander” ist falsch, weil sich dann sehr rasch ein paar Währungen vermutlich eher wenige als die heute bestehenden Monopol-Währungen die alle gleich schlecht sind) durchsetzen, die wirklich stabil sind, so wie bei allen anderen Gütern und Dienstleistungen auch. Und in diesen Durchsetzungsprozess spielt nicht irgendwelches nur vordergründig unabhängiges Wissen ein (wie bei der SNB oder einer politisch noch viel mehr abhängigen Monetative), sondern die Bedürfnisse all jener, die eine Währung brauchen, aller Marktteilnehmer udn ihrer freien Entscheide. Das ist auch der Grund, weshalb die Idee einer Monetative die die Geldmenge steuert schon rein erkenntnistheoretisch nicht funktionieren kann. Friedrich Hayek formulierte es treffend so: “Dass in die Ordnung einer Marktwirtschaft viel mehr Wissen von Tatsachen eingeht, als irgendein einzelner Mensch oder selbst irgendeine Organisation wissen kann, ist der entscheidende Grund, weshalb die Marktwirtschaft mehr leistet als irgendeine andere Wirtschaftsform.” Das gilt auch für Marktwirtschaft hinsichtlich Währungen. Klar, sie kann auch ökonomisch nicht funktionieren, siehe nächster Abschnitt.
    Herr Gamper: Fragen Sie die SNB, ob sie die Geldmenge kontrolliert oder nicht. Die Geldmenge muss nicht fix dem Wachstum entsprechen, das ist Gleichgewichts-Irrglauben. Mit dem Gesamtinteresse in der BV ist vor allem eines gewährleistet: Dass die Monetative Spielball politischer Interessen sein wird. Das wurde auch an der medienkonferenz klar, wo ein Referent damit prahlte, man könne dann das Grundeinkommen finanzieren, alle Steuern streichen, die ganze Wirtschaft auf Roboter umstellen etc. und niemand der anwesenden Leute widersprach ihm. Da war mir klar, worum es bei der Initiative geht, um das was Lenin schon gefordert hat.

  14. Herr Feusi: Sie haben immer noch keinen historischen Nachweis gebracht, wann unabhängige Zentralbanken in einem demokratischen Umfeld Finanzkrisen verursacht hätten.
    Dass Sie die Subprime-Krise 2008 in den USA anführen, zeugt nur von offensichtlicher Unkenntnis unseres bestehenden Geldsystems. Das Geld für die Immobilienblase in den USA wurde von den Banken erzeugt, nicht von der FED. Auch an den Exzessen bei der Kreditvergabe an Menschen, die sich die Kredite nicht leisten konnten, oder die Verschleierung der Risiken durch den Verkauf der Kredite, sind die Banken schuld, nicht die FED. Man kann der FED nur vorwerfen, dass sie dieses Treiben der Banken zugelassen hat und ihre Möglichkeiten, dies zu begrenzen, nicht ausgenutzt hat. Damals vertrag die FED stark die Philosophie, dass man die Geldschöpfung den Banken überlassen und möglichst wenig korrigierend eingreifen solle. Das Ergebnis ist bekannt. Es ist erstaunllich, wie Sie aus einer Ideologie heraus die Realität so ausblenden können.

  15. Da kann man Dominik Feusi leicht in Schutz nehmen. Die Häusergeschichte wurde vom Fed (gegen Widerstände besonnenerer Gouverneure) nicht nur toleriert sondern gefördert. Und Fanny Mae und Freddie Mac kann man nun nicht ernsthaft dem marktorientierten Bankensystem zuordnen.

  16. @ Saurer: Da steckt natürlich ein Netzwerk von Organisationen und Personen hinter dieser Subprime Krise und auch Timothy Geithner hatte am Gesetz, welches es brauchte um diese Mortaged Backed Securities gesetzlich zu verankern, schon Jahre zuvor mitgewirkt. Da bin ich mit Ihnen schon ziemlich einig, aber folgendes muss ich doch noch ergänzen:

    Freddie Mac (Federal Home Loan Mortgage Corporation) ist eine börsennotierte US-amerikanische Hypothekenbank mit Firmensitz in Tysons Corner, Virginia. Freddie Mac kauft Hypothekenkredite von Banken, fasst diese Kredite zusammen und bringt sie als Mortgage Backed Securities auf den Kapitalmarkt. So ähnlich bei Fanny Mae.
    Beide sind staatlich geförderte aber private Geschäftsbanken, aber sicher keine Zentralbanken wie man gemäss ihrer Darstellung glauben könnte. Der Nachweis wie von T. Mayer nachgefragt würde sodann auch mich noch interessieren. Zudem ist ja auch das FED in privaten Händen oder?

    Es kommt dazu, dass Standard & Poors unter anderem, diese toxischen Mortage Backed Securities auch noch mit AAA bewertet hatte (obwohl die Subprimpapiere dies ja nie Wert waren) und die Banken und insbesondere auch die Schweizer Grossbanken in diesem Gambling Game brav mitgespielt haben (vgl UBS Krise 2008/09).

    Jetzt aber nochmals auf den Punkt gebracht und zwar für uns Schweizer: Die liberalste Sache der Welt ist, wenn eine Schweizer Grossbank Konkurs gehen kann. Mit Vollgeld ist genau das garantiert, weil eben das Vollgeldkonto ausserhalb der Bankbilanz geführt wird und von der Geschäftsbank nur treuhänderisch verwaltet wird, wie eben ein Wertschriften Depot auch.

    @Feusi, da wäre ich mal gespannt was der Verein MoMo wohl zum Thema Grundeinkommen zu sagen hat und was da offiziell die Antwort vom Vorstand dazu ist. Ich werde das dort mal platzieren. Ich weiss zudem, dass im Vorstand auch SVP und FDP Exponenten sind. Es ist eben keine Initiative einer Partei, sondern ein parteineutraler Verein.

    Auch mit der BitCoin Geschichte habe ich dann noch gute News für sie. Dazu aber später :)

  17. Sehr geehrter Herr Feusi
    Ihr Artikel ist von heutzutage leider eher seltener und dementsprechend umso erfrischenderer Einsicht. Ich vergleiche die Vollgeld-Initiative mit einer Initiative, die verlangt, dass Wasser gefälligst aufwärts zu fliessen habe. Einige Kritik-Punkte habe ich in folgender Webseite zusammengefasst.
    https://sites.google.com/site/vollgeldinitiative/home
    Freundliche Grüsse
    Oeconomicus criticus

  18. Herr Feusi, ich empfehle Ihnen Christian Felbers Buch “Geld. Die neuen Spielregeln.” zu lesen, falls Sie es bisher verschmäht haben.

    So einige Unterstellungen, die Sie hier machen, würden Sie sicher überdenken. Wie kommen Sie zum Beispiel auf diese absurde Aussage:

    Ungedecktes Papiergeld wird auch den nächsten Crash verursachen, egal ob es von den Banken oder den Notenbanken «aus dem Nichts» geschöpft wird.

    Fakt ist doch: Bevor Geld weitergegeben werden kann, muss es vorhanden sein (egal ob Bareinlage oder Buchgeld). Diese Urlogik, die jedem Menschen einleuten müsste, ist heute aber nicht mehr gegeben. Die Geschäftsbanken vergeben Geld, das sie nicht haben und auch niemals jemandem zurückzahlen müssen, da sie ja Staatsgarantien geniessen. Völlig verquer. Wenn nur eine einzige, staatliche, vom Volk kontrollierte Notenbank (die auch Buchgeld rausgibt) die Geldmenge steuert, wird das Börsencasino beendet. Auch Lokalwährungen werden ja nur von zentraler Stelle ausgegeben.

    Indem die Banken neu nicht mehr selber Buchgeld erzeugen könnten, ohne in der Bilanz eine entsprechende Gegenposition zu buchen oder bei der Zentralbank Schulden aufzunehmen, nimmt man ihnen gemäss Bundesverfassung berechtigterweise die Möglichkeit, selbst Geld zu schöpfen. Das Monopol muss unbedingt bleiben, wenn eine Währung innerhalb der Nationalgrenzen funktionieren soll, sonst kann ja jeder, wie er will Anders ist es dabei bei geographisch eingegrenzten Lokalwährungen, die Sie zum Glück auch noch erwähnen. Diese können aber nur als Ergänzung (komplementär) zu einem CHF funktionieren. Sonst sind wir wieder im Mittelalter, als innerhalb der Schweiz hunderte von Währungen galten und Wechselkurse und Vielfalt Konsum und kantonsübergreifende Wirtschaft erschwerte.

  19. Falsch. Dann geht das Börsencasino erst richtig los. Dann sitzen die Politiker an der Notenpresse und schöpfen (Papier-)Geld aus dem Nichts. Das ist noch viel schlimmer als alles was wir jetzt gerade erleben.

  20. Sehr geehrter Gino Brenni
    Sie haben anscheinend ein schönes Durcheinander, was Geld betrifft.
    Sie schreiben: “Indem die Banken neu nicht mehr selber Buchgeld erzeugen könnten, ohne in der Bilanz eine entsprechende Gegenposition zu buchen oder bei der Zentralbank Schulden aufzunehmen”.
    Wie wollen Sie denn Buchgeld erzeugen, ohne in der Bilanz eine entsprechende Gegenposition zu buchen? Haben Sie schräge Bilanzen?
    Wo bitte haben die Banken bei der Zentralbank Schulden? Die SNB schuldet den Banken Geld, weil die Banken ihr Vermögenswerte zur Verfügung stellen. Die SNB hat keine einzige Bank in den Aktiven aufgeführt. Und Bar- sowie Buchgeld erscheinen in den Passiven. Und umgekehrt hat keine einzige Bank bei der SNB Schulden.
    Sie zäumen also den Esel nicht bloss von hinten auf (kehren Passiven zu Aktiven), sondern stellen ihn gleich auch noch auf den Kopf (die SNB schuldet den Banken ihre Vermögenswerte aus Repos, weshalb sie ihnen Quittungen = Schuldscheine = Bargeld ausstellt). Kein Wunder, wenn Ihr Esel nicht laufen will!
    Ein bisschen Buchhaltungskenntnisse könnten Ihnen wirklich nicht schaden.
    Höfliche Grüsse
    Buchhalter

  21. Sehr geehrter anonymer Buchhalter
    Die Geschäftsbanken schöpfen Buchgeld, das Sie gar nicht haben. Sie haben mich komplett falsch verstanden. Zur Verdeutlichung, was ich mit der Geldschöpfung aus dem Nichts meine:

    Der grössere Teil der Buchgeldmenge wird von Privatbanken in Umlauf gebracht. Das geht vorwiegend so:
    Es wird “zuerst” ein neuer Kredit vergeben, ohne vorherige Einzahlung oder Spareinlage, in dem <> auf der Aktivseite der Bank eine (Buchgeld-)Forderung gegen den Kreditnehmer zusätzlich zum bisherigen Aktivvolumen verbucht wird. Diese Forderung der Aktivseite wird auf der Passivseite auf das Girokonto des Kreditnehmers gutgeschrieben, ebenfalls als Buchgeld. Damit sind Aktiv- und Passivseite wieder im Gleichgewicht, doch in diesem Fall – oder besser in dieser Reihenfolge – wurde die Bilanz auf beiden Seiten “verlängert”: Die Geldmenge hat sich erhöht, denn der Kredit will ja auch hier verwendet werden, er wird z.B. auf das Konto einer anderen Bank überwiesen. Tausend CHF gehen in diesem Fall zuerst raus aus der Bank, die dieses Geld “geschöpft” hat. Im Moment der Verwendung des Kredites – der Überweisung – braucht es, um die Bilanz ausgeglichen zu halten, eine Refinanzierung auf der Passivseite. Dies entweder durch a) Erh. des Eigenkapitals, b) Zahlungseingang auf einem Girokonto, c) Spareinlage, d) Begebung einer Bankanleihe, e) Kreditaufnahme auf dem Interbankenmarkt f) Kreditaufnahme bei der Zentralbank.

    Doch, die Banken haben Schulden bei der SNB SOFERN sie den Kredit mit Zentralbankgeld finanzieren (f). Das ist aber eben nicht die Regel (die es eigentlich sein müsste, da der SNB das Geldmonopol und die Steuerung der Geldmenge obliegt), sondern die Ausnahme.

  22. Sehr geehrter Herr Brenni
    Ich habe nur das zitiert, was Sie geschrieben haben – und das war und ist nun einmal Quatsch.
    Sie schreiben: “Die Geschäftsbanken schöpfen Buchgeld, das Sie gar nicht haben.” Klar hat eine Bank eine Schuld noch nicht, solange sie sie nicht eingegangen ist. Wenn Sie eine Schuld eingehen, hatten sie sie vorher schliesslich auch nicht… Das ist einfach Plattheit.
    Buchgeld ist kein Bargeld. Bargeld ist für eine Geschäftsbank ein Vermögenswert und ergo eine Schuld der SNB. Eine Geschäftsbank kann kein Bargeld schöpfen. Somit kann sie kein Geld (= Oberbegriff für Bankschulden) schöpfen, sondern einzig Buchgeld. Und Buchgeld ist ihre Schuld, ihre Bargeldschuld. Auch Sie können jederzeit eine Bargeldschuld eingehen, oder von mir aus schöpfen.
    Sie schreiben: “Doch, die Banken haben Schulden bei der SNB SOFERN sie den Kredit mit Zentralbankgeld finanzieren (f).”
    Keine einzige Bank hat Schulden bei der SNB. Die SNB hat grundsätzlich einmal nichts. Indem eine Geschäftsbank der SNB einen Vermögenswert verkauft (sog. Repogeschäft) – der in der Volkswirtschaft erarbeitet wurde – “schöpft” die SNB Bargeld (oder Buchgeld auf dem Girokonto der Geschäftsbank). Dieses Bargeld ist wiederum eine Schuld, ein Schuldschein der SNB resp. ein Kredit einer Geschäftsbank AN die SNB. Dieser Schuldschein der SNB gibt der Geschäftsbank das Recht, ihren mittels Repogeschäft der SNB verkauften Vermögenswert zurückzukaufen.

  23. @ Gino Brenni
    Da braucht man wirklich keine allzu grossen Buchhaltungskenntnisse, um dieses “Problem” zu lösen, aber das darf man heutzutage von einem kaufmännischen Angestellten leider nicht mehr erwarten. Daher extra für Sie: sie beschafft sich Bargeld, sofern die 408 Milliarden Franken, die die Banken flüssig haben http://www.snb.ch/ext/stats/bstamon/pdf/defr/Aktiven_IA.pdf, nicht ausreichen. Und zwar, indem sie Wertpapiere verkauft (Aktivtausch) oder sich von der Passivseite her flüssige Mittel beschafft.

  24. Und dass dabei die Gesamtschuld verglichen mit der verfügbaren Geldmenge in keiner Weise übereinstimmt, ist egal. Schliesslich gehen ja nicht alle gleichzeitig ihr Geld abheben. Zum Glück. Gedeckte Währungen sind leider nicht so im Trend, verstehe. Danke für die Lektion.

  25. @ Gino Brenni
    Sie implizieren, die Bankschulden seien nicht gedeckt. Dem ist aber offensichtlich nicht so, denn das Buchgeld ist gedeckt durch die Aktiven der Banken. Wäre es nicht gedeckt, wären die Banken überschuldet, insolvent und müssten von Gesetzes wegen Konkurs anmelden (Art. 725 OR i.V.m. Art. 25 ff. BankG).
    Würde die Zentralbank sämtliches Geld schöpfen, wie das die Vollgeldfanatiker wollen, hätte sie alle Macht, müsste auch z.B. Hypotheken genehmigen und vergeben und die entsprechenden Risiken tragen – und der Bürger wäre einem allmächtigen Moloch ausgeliefert.
    Sie übersehen auch grosszügig, dass genau die Vollgeldfanatiker diejenigen sind, die Geld aus dem Nichts schöpfen wollen mittels Buchung Negatives Eigenkapital/Geld: http://www.vollgeld-initiative.ch/fa/img/Texte_Dokumente_deutsch/2013_11_29_Vollgeld_Bilanzierung_aus_Sicht_der_Zentralbank_-_Thomas_Mayer.pdf.
    Vollgeld soll also gedeckt sein durch einen Haufen dünne Luft… Und dem sagen Sie dann gedeckte Währung – welch ein Hohn!
    Wenn die Entstehungsbuchung von Geld lautet Nichts/Geld, so ist das Geld = nichts. So wollen Sie und die anderen Vollgeldpropagandisten die Schweiz samt den Bürgern ruinieren mit Ihrer Tatsachenverdreherei. Dass Sie sich nicht schämen! Besuchen Sie einen Einführungskurs in Buchhaltung. Wenn Sie schon keinerlei Ahnung haben von Buchhaltung, Recht und Geld, so sollten Sie nicht auch noch am Geldsystem herumzuschrauben versuchen und damit ein Land in den Ruin zu treiben. Dasselbe gilt für die Professoren, von denen der eine sogar noch Senf heisst – nomen est omen ist man hier versucht zu rufen.

  26. @ Herr Brenni
    Einen Fehler zu begehen, ist keine Schande, ihn dann auch einzugestehen adelt sehr.
    Tragisch ist vielmehr, dass die Herren Professoren hinter der Vollgeldinitiative ihrer Verantwortung nicht nachkommen und ganze Generationen von Studenten mit ihren von jeglicher Realität abgehobenen Theorien in die Irre führen und bereit sind, ein ganzes Land zu ruinieren, nur um ihre Denkfehler nicht eingestehen und ihre kruden Theorien überdenken zu müssen. Das adelt weder diese Herren Professoren noch die Universitäten, sondern gibt sie vielmehr auch noch der Lächerlichkeit preis. Naja, eine Lachnummer mit Emil halt, wenn ich Dr. Meyers Worte zitieren darf: http://insideparadeplatz.ch/2014/03/19/vollgeld-initiative-lachnummer-mit-emil

  27. @ Brenni
    Geld kann nicht schuldenfrei sein, ausser es wäre Warengeld. JP. Morgan zu Recht: “Gold ist Geld, alles andere ist Kredit.”. Das heisst nun nichts anderes, als dass es eben Warengeld gibt oder Schuldgeld, etwas anderes gibt es nicht. Die SNB kann nicht einfach Noten drucken und dann behaupten, dies sei Geld, weil dieses “Geld” nicht gedeckt wäre und daher weder akzeptiert noch nachgefragt würde – und daher wäre dieses “Geld” schlicht und einfach wertlos. Schon mal was von John Law oder den Assignaten gehört? Tja, “die Geschichte lehrt die Menschen, dass die Geschichte die Menschen nichts lehrt.” (Mahatma Gandhi). Ich sehe schon, Sie wollen partout die Schweiz in den Ruin treiben. Wie wollen Sie denn Waren importieren, wenn niemand dieses Geld will? Wie kann die SNB den Franken verteidigen, wenn sie keine Aktiven hat? Eine ZB muss die Währung jederzeit zurückkaufen können http://www.snb.ch/d/welt/glossary/a.html. Dazu siehe auch Clement/Terlau/Kiy. „Angewandte Makroökonomie“ S. 249: „Die in Umlauf gebrachten Noten sind für die Notenbank eine Schuldverpflichtung, da die Geldbesitzer die Noten jederzeit gegen eine andere Währung eintauschen können, wenn die Währung frei konvertibel ist.“ Willkommen also in der Hyperinflation und im Hungerelend, weil der Franken dann, solange es noch geht, in werthaltige Währung getauscht wird!
    Wenn keine Aktiven vorhanden sind, sondern – wie das die Vollgeldinitiative vorschlägt – negatives Eigenkapital, hat sie keinerlei Möglichkeit für den Rückkauf. Anscheinend war es Ihnen mit dem Einführungskurs in Buchhaltung doch nicht so ernst, obwohl Sie es bitter nötig hätten. Was bedeutet denn negatives Eigenkapital anderes als Unterbilanz, Überschuldung, Insolvenz? Was meinen Sie, zu wieviel dieser “Franken” an der Börse gehandelt würde? Ich sage es Ihnen klipp und klar: Zu Null und Nichts, weil dieser Franken Null und Nichts wert ist. Aber von Börse haben Sie halt leider auch keine Ahnung.

  28. Denken Sie, was Sie wollen. Fakt ist, sogar die NZZ schreibt von Geld, das aus dem Nichts geschaffen wird. http://www.nzz.ch/finanzen/in-der-schweiz-sind-die-zinsen-abgeschafft-1.18462513 Ich will sicher nichts und niemanden ruinieren, sehe nur keinen Grund, weshalb man nicht akzeptiert, dass 90% des laufend neu zur totalen Geldmenge hinzugefügte Geld von den Privatbanken geschaffen wird. Durch Kredite, die das bestehende Eigenkapital bis dato übersteigen. Nationalbankgeld sollte logischerweise eine Schuldverpflichtung für die Geschäftsbanken sein: Nämlich ein Kredit für die Geschäftsbank, die damit anderen wiederum Kredit gewährt. Können Sie logisch denken oder möchten Sie mich nur dumm hinstellen mit irgendwelchen Zitaten? Gandhi sagte übrigens auch: Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du. Wenn ich Sie so lese, sind wir irgendwo zwischen die Vollgeldidee auslachen und bekämpfen?

  29. Was die NZZ schreibt, muss wohl richtig sein? Und was die SNB gestern gemacht hat, sicher auch…
    Wenn Sie Ihre “Geldschöpfung aus dem Nichts” einmal korrekt übersetzen würden in “Schuldanerkennungsschöpfung aus dem Nichts”, ginge Ihnen vielleicht endlich ein Licht auf. Denn: Geld ist eine Schuld einer Bank und nichts anderes! Ich glaube also nicht, sondern kann das ganz eindeutig beweisen – und wer von Buchhaltung etwas versteht, wird das auch problemlos nachprüfen können: Geld ist ein Passivposten einer Bank.
    Daher gibt es da nichts zu diskutieren, sondern entweder die Fakten zu leugnen oder sie zu akzeptieren. Diese sogenannte “Geldschöpfung aus dem Nichts” läuft wie folgt ab: die Bank übernimmt die Schuld eines Hauskäufers gegenüber dem Hausverkäufer – sie ist also quasi Mittlerin zwischen Hauskäufer und Hausverkäufer. Selbstredend hat nun der Hausverkäufer ein Guthaben bei der Bank statt gegenüber dem Hauskäufer. Der Hauskäufer ist nun neu nicht mehr Schuldner gegenüber dem Hausverkäufer sondern gegenüber der Bank, denn die Bank hat ja seine Schuld übernommen. Da die Schuld der Bank gegenüber dem Hausverkäufer Buchgeld genannt wird, ist dieses Buchgeld neu entstanden. Kann man da aber allen Ernstes behaupten, dieses Buchgeld – diese Schuld der Bank – sei aus dem Nichts entstanden, wo wir ja gesehen haben, dass die Schuld aufgrund der Übereignung der Liegenschaft entstanden ist? Dieses Buchgeld ist entstanden aus der Übernahme ebendieser Schuld durch die Bank! Kann man denn behaupten, wenn ein Hauskäufer eine Liegenschaft kauft, dass seine Schuld aus ebendiesem Liegenschaftskauf “aus dem Nichts entstanden” ist? Diese Schuld hat vorher nicht bestanden, klar, denn er hat das Haus ja auch noch nicht gekauft gehabt. Wer geht denn eine Schuldverpflichtung “aus dem Nichts” ein? Das muss wohl ein völlig verblödeter Idiot sein. Ebenso blödsinnig ist es nun, wenn die Bank diese Schuld übernimmt, von einer “Schuldanerkennungsschöpfung aus dem Nichts” zu sprechen – und Buchgeld ist nichts anderes als eine Schuldanerkennung einer Bank! Analog läuft es bei Bau- und Betriebskrediten. Solange Sie Fakten nicht als solche anerkennen, reden wir an der Realität vorbei, weshalb ich diese Diskussion meinerseits nun schliesse, denn ich bin nicht interessiert an Theorien, die mit der Realität nichts, aber auch gar nichts zu tun haben.

  30. @ Brenni
    “Nationalbankgeld sollte logischerweise eine Schuldverpflichtung für die Geschäftsbanken sein.”
    Ach ja, selbstverständlich. Natürlich sollte jede Banknote in meinem Portemonnaie meine Schuldverpflichtung gegenüber der Nationalbank sein. Drum sammle ich diese Schuldverpflichtungen auch gerne… Interessante Logik ausgerechnet von demjenigen, der mich fragt: “Können Sie logisch denken”. Viel Spass also mit Ihrer Logik, der ich mich zum Glück nie und nimmer anzuschliessen gedenke!

  31. @ Buchhalter Ich bewundere Ihren Versuch, einem Berner Schreiberling die Logik und die Fakten nahebringen zu wollen. Es ist schade für Ihre Zeit. Diese Leute, die eine Sprache an einer Uni “studiert” haben, halten sich für die obere Elite. Da an der Uni grundsätzlich alle vom Staat leben, interessiert die auch nicht, wo das Geld herkommt, wovon sie leben. Kein Wunder, dass die solche Märchen erzählen können, wie, dass das Geld einfach so gedruckt werden kann und diesen Unsinn auch ihren Studenten weitergeben, die heute kaum mehr selber studieren, da man ja in einer absoluten Konsumgesellschaft aufgewachsen ist.

  32. @Buchhalter
    Selbstverständlich ist das Buchgeld aus dem Nichts entstanden. Aber der Reihe nach: Wenn ich ein Haus kaufe ohne das Geld zu haben, gebe ich dem Verkäufer zunächst eine Zahlungszusage (eine Art “Gutschein für Geld”). In diesem Moment habe ich selbst das Geld aus dem Nichts erschaffen. Weil ich weiss, das ICH das nicht kann bzw. es nicht gut geht, muss ich mich nun schleunigst refinanzieren. Hierzu nehme ich einen Bankkredit auf. Damit tausche ich den vorherigen “Gutschein” in Geld, das ich dem Verkufer gebe. Landläufig nennt man diesen Vorgang: “Ich bezahle die offene Rechnung.”

    Aber die Bank hat das Geld, das sie mir als Kredit gegeben hat, auch nicht; sie gibt daher nur Buchgeld heraus (wiederum eine Art “Gutschein für Geld”). Sie haben recht: Gegenüber dem Hausverkäufer ist nun die Bank Schuldnerin. Die Bank kann nun etwas, was reale Menschen nicht können: Sie muss sich nur zu ca. 10% refinanzieren, weil sie damit rechnet, dass max. 10% ihrer Gläubiger die “Gutscheine” gegen echtes Geld eintauschen wollen. Die übrigen 90% des Buchgeldes sind aus dem Nichts enstanden.

    Bei den Staatsbanken ist es ja im Grunde ähnlich: Die Dollarnote war ein Gutschein für einen Golddollar. Seit Abschaffung des Goldstandards ist die Dollarnote nur noch ein Gutschein für einen Dollar…
    Im Grunde läuft es so: Die Staatsbanken haben die Golddeckung abgeschafft, und die Geschäftsbanken haben die Gelddeckung abgeschafft. Was ist jetzt das grössere Übel?

  33. @ Alpöhi
    Sie gehen davon aus, dass das richtige Geld Bargeld sei und kehren das System auf den Kopf. Geld ist immer eine Schuld einer Bank, auch Bargeld. Bargeld ist ein Schuldschein einer Zentralbank. Das einzige Geld, das keine Bankschuld ist, ist Warengeld, also z.B. Gold. Daher hat ja auch JP. Morgan ganz zu Recht gesagt: “Gold ist Geld, alles andere ist Kredit”. Da Geld im bestehenden System also eine Schuld ist, ist diese Schuld selbstverständlich nicht aus dem Nichts entstanden, denn niemand verschuldet sich ohne Grund. Die Schuld ist also immer gedeckt durch eben diese Aktiven, die der Schuld zugrunde liegen. Durch eben diese Annahme, dass das Geld aus dem Nichts entstünde, meinen die Vollgeldinitianten allen Ernstes, man müsse nur einen Zettel farbig bedrucken und diesen dann als Geld deklarieren. Daher glauben sie auch, man könne Geld schuldfrei in “Umlauf” bringen. Sie fallen also genau auf diese unsinnige Floskel herein. Wäre das Geld nicht durch die Aktiven gedeckt, wäre es schlicht und einfach wertlos. Auch im Gold-(Devisen-)Standard war Geld immer nur zu einem Teil durch Gold gedeckt. Selbst bei einer reinen Goldwährung (Goldmünzen) ginge es nicht anders. Dann würde alles via Handelswechsel laufen, weil es nicht anders geht. Schulden sind die Grundlage des Lebens. Daher wird in der Bibel auch von Erbsünde gesprochen, die die Vertreibung aus dem Paradies bewirkte. Dr. Paul C. Martin nennt diese Erbschuld Urschuld und unterscheidet davon die Kontraktschuld. Da das Leben auf Schulden aufbauen muss (Vorfinanzierung), ist das Problem prinzipiell unlösbar. Das zu verkennen, ist nicht bloss eine Simplifizierung, sondern schlicht naiv.

  34. @Buchhalter
    Ein wunderbarer Beitrag! Er zeigt, dass wir das Meiste gleich sehen: Geld ist eine Schuld einer Bank. Geld hat keinen Wert in sich selber. Ein Wert entsteht erst im Vorgang des Geld Ausgebens: der Gegenwert. Ich lade Sie ein, nun das Thema zu Ende zu denken:

    >>niemand verschuldet sich ohne Grund.<>Die Schuld ist also immer gedeckt durch eben diese Aktiven, die der Schuld zugrunde liegen.<>Wäre das Geld nicht durch die Aktiven gedeckt, wäre es schlicht und einfach wertlos.<< Stimmt genau! Das ist es ja! Das System funktioniert nicht deshalb, weil das Geld (die "Schuldscheine") besichert sind, sondern weil die Leute das GLAUBEN. Das ist ein Unterschied… Das System funktioniert genau so lange, wie die Leute dem Geldsystem vertrauen.

    Jedermann kann Schuldscheine ausgeben und damit Güter und Dienstleistungen kaufen, solange die Geschäftspartner die Schuldscheine als Zahlungsmittel akzeptieren. Das geht so lange gut, wie ich die Forderungen, die die Gläubiger an mich stellen, bedienen kann. Bei einem Privatmann ist dieser Grenzpunkt relativ schnell erreicht, da alle Geschäftspartner ihre Forderungen am Ende der Zahlungsfrist geltend machen. Kann ich die Forderungen nicht bedienen, bin ich zahlungsunfähig. Bei einer Geschäftsbank machen die Gläubiger im Mittel nur etwa 10% der Forderungen geltend. Diese muss die Bank bedienen können. Die restlichen 90% sind nur warme Luft. Fast wie bei einem Schneeballsystem – auch dieses funktioniert, solange nur ein kleiner Teil der Forderungen eingelöst wird.

    Fazit 1: Das Problem ist nicht, dass die Banken "virtuelles Geld" generieren. Das Problem ist das riesige Ausmass dieses Vorgangs.

    Wenn nun die Nationalbank dem Staat neues Geld gibt für dessen Aufgaben, sind das Schuldscheine, mit denen sich die Nationalbank zur Begleichung der Schuld verpflichtet, einverstanden. Es ist aber nichts anderes, als wenn die Staatsbank Staatsanleihen aufkauft. Auch dies geht nur so lange gut wie es nicht übertrieben wird. Es ist verständlich, dass die Banken es nicht gern sehen, wenn die Nationalbank das Geld direkt dem Staat gibt. Der Umweg über die Geschäftsbanken, damit sie ihre Marge draufschlagen können, ist ihnen viel lieber.

    Fazit 2: In der Schweizer Politik wird alles durchsichtig und einfach, wenn man sich fragt: "Wer verdient, wenn alles so bleibt wie es ist? Und wer verdient, wenn etwas ändert?" ;-)

  35. @ Alpöhi

    “Das System funktioniert nicht deshalb, weil das Geld (die “Schuldscheine”) besichert sind, sondern weil die Leute das GLAUBEN. Das ist ein Unterschied… Das System funktioniert genau so lange, wie die Leute dem Geldsystem vertrauen.”
    Das sehen Sie nicht ganz richtig: Der Schuldner muss unter allen Umständen seine Schuld bedienen. Nehmen wir als Beispiel einen Hauskauf: Der Schuldner hat Eigenkapital in das Haus investiert – üblicherweise ca. 20 % des Kaufpreises. Kommt er seiner Schuld nicht nach, wird das Haus pfandverwertet. Durch den Verkauf kann die Bank ihrer Schuld dem Hausverkäufer gegenüber nachkommen. Der Schuldner verliert also nicht bloss sein ins Haus investiertes Eigenkapital, sondern auch sein erworbenes Haus. Daher wird er alles daran setzen, in den Besitz von Geld zu kommen. Das verleiht dem Geld den Wert, denn er braucht es zwingend zur Schuldbedienung! Da steht also nicht bloss Vertrauen dahinter, sondern ein handfestes Aktivum: das Haus! Analog geht das bei Bau-, Betriebs- oder Lombardkrediten usw..
    Klar: Wenn die Leute dem landeseigenen Finanzsystem nicht mehr trauen, flüchten sie in eine andere Währung, was das System schlimmstenfalls zum Einsturz bringt – insofern haben Sie recht.

    “Bei einer Geschäftsbank machen die Gläubiger im Mittel nur etwa 10% der Forderungen geltend.”
    Das stimmt, andernfalls muss die Bank ihre Aktiven veräussern oder Kredite kündigen. Das können Sie nie umgehen, wegen eben dem obenerwähnten Zwang zur (Kontrakt-)Verschuldung. Wenn Sie ein Haus kaufen, können Sie es üblicherweise auch nicht bar bezahlen. Der Verkäufer wird daher, falls er diesen Deal eingeht, wie die Bank eine Hypothek auf das Haus verlangen, sodass er Rückgriff nehmen kann, falls Sie die Schuld nicht bedienen.

    “Fazit 1: Das Problem ist nicht, dass die Banken “virtuelles Geld” generieren. Das Problem ist das riesige Ausmass dieses Vorgangs.”
    Das ist grundsätzlich auch nicht das Problem. Das Problem wird die Verschuldung – in jedem System – früher oder später. Daher ist jedes Geldsystem, wie das Leben auch, endlich! Nichts im Materiellen ist für die Ewigkeit bestimmt. Alles ist vergänglich. Ich will damit nicht sagen, dass eine massive Kreditausweitung nicht problematisch sei. Natürlich vergeben die Banken gerne Kredite, wenn solche nachgefragt werden. Banken reiten auf denselben Wellen wie die Menschen. Besteht ein Boom, machen ihn die Banken gezwungenermassen mit, kracht es, müssen es die Banken auch mitmachen. Das ist kein Votum für die teilweise sicherlich zweifelhaften Machenschaften vieler Banken, sondern einfach eine Feststellung. Undifferenziertes Bankenbashing bringt allerdings auch nicht weiter! Vielmehr ist eine sachliche Analyse hilfreich und von Nöten.

    “Es ist verständlich, dass die Banken es nicht gern sehen, wenn die Nationalbank das Geld direkt dem Staat gibt. Der Umweg über die Geschäftsbanken, damit sie ihre Marge draufschlagen können, ist ihnen viel lieber.”
    Das hat weniger mit den Interessen der Geschäftsbanken zu tun, als mit dem Gesetz, das die direkte Monetisierung der Staatsschulden durch die SNB aus zahlreichen guten Gründen verbietet (insbesondere Art. 11 Abs. 2 NBG). Dies geht aber auch aus der Unabhängigkeitsklausel hervor. Im übrigen hat so die SNB auch keine allfälligen Wertverluste auf Staatsanleihen zu tragen, wenn die Zinsen steigen; so ist die Aktivseite der SNB abgesichert. Ganz abgesehen davon, dass selbst bei einer Monetisierung der Staatsschulden durch die SNB schliesslich das Geld wieder als Buchgeld in den Bankbilanzen erschiene, denn der Bund würde das Geld aus dem Kredit selbstverständlich wieder via Aufwand einzelnen Wirtschaftssubjekten gutschreiben, die kein Konto bei der SNB haben können.
    Zweifellos ist die Kreditfinanzierung eines Staates grundsätzlich problematisch (ausser für Infrastruktur), da das einer stillen Besteuerung entspricht, anderseits allerdings wiederum unumgänglich.

  36. Da hat’s den zweiten bis vierten Abschnitt verhudlet. Also nochmal:

    @Buchhalter
    Ein wunderbarer Beitrag! Er zeigt, dass wir das Meiste gleich sehen: Geld ist eine Schuld einer Bank. Geld hat keinen Wert in sich selber. Ein Wert entsteht erst im Vorgang des Geld Ausgebens: der Gegenwert. Ich lade Sie ein, nun das Thema zu Ende zu denken:

    “niemand verschuldet sich ohne Grund.” – Korrekt. Aber der Grund ist furchtbar simpel: “Ich will mehr Geld, um xy zu bezahlen.”

    “Die Schuld ist also immer gedeckt durch eben diese Aktiven, die der Schuld zugrunde liegen.” Völlig falsch! Richtig ist: Beim Beispiel mit dem Hauskauf ist der Kredit besichert. Aber es lebt ein ganzer Zweig der Finanzindustrie von der Ausgabe von unbesicherten Krediten. Theorie und Praxis zeigen also: Jedermann kann Geld “aus dem Nichts” (Schuldschein ohne eine substantielle Sicherheit) generieren. Klar, der Privatmann braucht hierzu einen Konsumkredit. Das ändert jedoch nichts daran, dass der Kredit nicht besichert ist. Die Bank gibt den Konsumkredit, wenn sie glaubt, dass der Kreditnehmer die Forderungen der Bank bedienen kann. Die Privatleute geben der Bank Kredit (akzeptieren Buchgeld), wenn sie glauben, dass die Bank die Forderungen bedienen kann.

    “Wäre das Geld nicht durch die Aktiven gedeckt, wäre es schlicht und einfach wertlos.” Stimmt genau! Das ist es ja! Das System funktioniert nicht deshalb, weil das Geld (die “Schuldscheine”) besichert sind, sondern weil die Leute das GLAUBEN. Das ist ein Unterschied… Das System funktioniert genau so lange, wie die Leute dem Geldsystem vertrauen.

    Jedermann kann Schuldscheine ausgeben und damit Güter und Dienstleistungen kaufen, solange die Geschäftspartner die Schuldscheine als Zahlungsmittel akzeptieren. Das geht so lange gut, wie ich die Forderungen, die die Gläubiger an mich stellen, bedienen kann. Bei einem Privatmann ist dieser Grenzpunkt relativ schnell erreicht, da alle Geschäftspartner ihre Forderungen am Ende der Zahlungsfrist geltend machen. Kann ich die Forderungen nicht bedienen, bin ich zahlungsunfähig. Bei einer Geschäftsbank machen die Gläubiger im Mittel nur etwa 10% der Forderungen geltend. Diese muss die Bank bedienen können. Die restlichen 90% sind nur warme Luft. Fast wie bei einem Schneeballsystem – auch dieses funktioniert, solange nur ein kleiner Teil der Forderungen eingelöst wird.

    Fazit 1: Das Problem ist nicht, dass die Banken “virtuelles Geld” generieren. Das Problem ist das riesige Ausmass dieses Vorgangs.

    Wenn nun die Nationalbank dem Staat neues Geld gibt für dessen Aufgaben, sind das Schuldscheine, mit denen sich die Nationalbank zur Begleichung der Schuld verpflichtet, einverstanden. Es ist aber nichts anderes, als wenn die Staatsbank Staatsanleihen aufkauft. Auch dies geht nur so lange gut wie es nicht übertrieben wird. Es ist verständlich, dass die Banken es nicht gern sehen, wenn die Nationalbank das Geld direkt dem Staat gibt. Der Umweg über die Geschäftsbanken, damit sie ihre Marge draufschlagen können, ist ihnen viel lieber.

    Fazit 2: In der Schweizer Politik wird alles durchsichtig und einfach, wenn man sich fragt: “Wer verdient, wenn alles so bleibt wie es ist? Und wer verdient, wenn etwas ändert?” ;-)

  37. @ Alpöhi
    “Aber es lebt ein ganzer Zweig der Finanzindustrie von der Ausgabe von unbesicherten Krediten.”
    Das, was sie meinen, ist vorgezogener Konsum. Diese Kredite sind keinesfalls unbesichert, sondern werden im Allgemeinen notfalls durch Lohnpfändung vollstreckt. Eine Bank gibt im eigenen Interesse nur Kredite, die vollstreckbar sind, andernfalls würde ihre Aktivseite zerbröseln, was Unterbilanz und Überschuldung nach sich ziehen würde.
    Diese Konsumkredite sind volkswirtschaftlich und insbesondere privat zweifellos problematisch, da sie in der Gegenwart zu Lasten der Zukunft Konsum akkumulieren. Allerdings sind sie gesamtschweizerisch bezogen auf das BIP relativ gering: ca. 7,5 Mia. bei einem BIP von rund 635 Mia. (2013), also rund 1,2 %.
    http://vskf.org/content/67/51/zahlen-konsumkredite

  38. @Buchhalter,
    Giralgeld (er) sind die Sichtguthaben auf den Girokonten, über die man entweder bargeldlos (durch Überweisung, Scheck oder Kreditkarte) verfügen kann oder durch Abhebung in Bargeld. Weil erfahrungsgemäß im Normalbetrieb des Geldsystems nur ein geringer Teil in bar abgehoben wird, bleibt den Geschäftsbanken eine erhebliche Überschussreserve in Bargeld. Obwohl dieses Geld eigentlich den Kunden gehört, dient es den Banken nichtsdestotrotz als (scheinbare) Deckungsgrundlage zur Schöpfung zusätzlicher Sichtguthaben, die sie als Kredite gegen Zinsen in Umlauf bringen. Das ist die so genannte Giralgeldschöpfung, die in den Lehrbüchern der Volkswirtschaftslehre und in den Veröffentlichungen der SNB-EZB usw.usf. zwar erwähnt, aber sehr irreführend „erklärt“ – besser gesagt: nicht erklärt – wird. mehr sich der bargeldlose Zahlungsverkehr verbreitet, umso größer ist prinzipiell der Spielraum für die Giralgeldschöpfung der Geschäftsbanken. Und das ist eine Geldschöpfung
    aus dem Nichts, was nicht heißt, dass sie unbegrenzt erfolgen kann. Denn sie braucht ja zum Beispiel eine entsprechende Verschuldungsbereitschaft von Kreditnehmern. Es kann auch gesetzliche Einschränkungen geben, zum Beispiel die so genannte gesetzliche Mindestreserve, die an die Zentralbank abgeführt werden muss. Trotzdem besteht der größte Teil der Geldmenge aus Giralgeld, das großenteils von den privaten Geschäftsbanken aus dem
    Nichts geschöpft wird. Nur ein Teil der Kredite, die die Banken vergeben, beruht auf der Durchleitung von Geldern, die ihnen die Geldanleger anvertraut haben – und für die die Banken ihrerseits den Geldanlegern Sparzinsen zahlen. Die diesbezüglichen Begriffe in den Bilanzen der Banken und in den Statistiken sind irreführend, weil diese aus dem Nichts geschöpften Sichtguthaben fälschlicherweise „Sichteinlagen“ genannt werden, obwohl dafür gar kein Geld eingelegt wurde. Es ist eigentlich eine unglaubliche Situation, dass private Geschäftsbanken für aus dem Nichts
    geschöpftes Geld auch noch Zinsen verlangen – und dieser Sachverhalt gegenüber der Gesellschaft in ein solches Bankgeheimnis gehüllt wird, dass kaum jemand ihn durchschaut. Wieso glauben Sie, will das Banksystem Bargeld so rasch wie möglich abschaffen?

  39. @ Christoph Schlingensief

    Sie übersehen bei Ihrer Betrachtungsweise, dass Reserven immer Eigenkapital sind – also ist das Wort Überschussreserve ein Unding. Sie schreiben, dass Banken Geld aus dem Nichts schaffen würden. Sie sind damit einer weitverbreiten Falschinformation erlegen und verbreiten diese weiter. Die grundsätzlich zu stellende Frage ist vorerst, was Geld überhaupt ist. Geld ist eine Schuld einer Bank. Geschäftsbanken können so wenig wie Sie und ich Bargeld schaffen, aber sie können so wie Sie und ich auch eine Bargeldschuld eingehen. Diese Bargeldschuld einer Bank nennt man Giral- oder Buchgeld. Demgegenüber ist Bargeld eine Schuld einer Zentralbank. Ich hoffe, Ihnen mit dieser Information Klarheit zu verschaffen. Denn es dürfte Ihnen damit wohl klar werden, dass Geschäftsbanken so wenig wie Sie und ich eine Schuld aus dem Nichts eingehen würden.
    Sie drehen also die Welt auf den Kopf und meinen, Bargeld sei Geld. Derweil ist das heutige Bargeld eine Schuld einer Zentralbank. Die erste Stufe ist immer die Giralgeld- und nicht die Bargeldschöpfung.
    Den Zins kann ich Ihnen auch ganz einfach erklären: Jemand, der ein schuldenfreies Haus hat, hat sein Erspartes ins Haus investiert. Er zieht aus dem Haus den Vorteil, dass er darin wohnen kann. Wenn er nun sein Haus verkauft, so ist ihm der Hauskäufer das Geld dafür schuldig. Müsste er dem Hausverkäufer, falls er den Kaufpreis nicht sofort bezahlen kann, nicht einen Zins bezahlen? Denn sonst hätte er ja das Haus gratis zur Verfügung gestellt und würde vom Ersparten des Hausverkäufers profitieren und der Hausverkäufer würde auf das Haus samt darin investiertem Geld lange Zeit verzichten, das Haus also quasi verschenken. Da wäre der Hausverkäufer aber schon ziemlich blöd, würde er das Haus unter diesen Umständen nicht einfach vermieten und eine Miete kassieren…
    Nun springt also die Bank als Mittlerin in die Bresche, indem sie die Schuld des Hauskäufers übernimmt. So muss der Hauskäufer den Zins natürlich nicht dem Hausverkäufer bezahlen, denn der kann ja nun sofort über das Geld verfügen, sondern der Bank, der er das Geld weiterhin schuldet! Dafür kann er nun im Haus wohnen und vom darin investierten Kapital profitieren.
    Also, bitte, fallen Sie nicht auf den weitverbreiteten Schwachsinn herein!

  40. @Buchhalter,

    ich bleibe bei meiner Betrachtungsweise. Ihre Ausführungen sind sehr Interessant, verkennen jedoch die Wirklichkeit. Zu EK folgendes: Nach den Regeln von Basel II sowie Basel III sollen Kredite mit 8 Prozent Eigenkapital oder mehr gedeckt werden, je nach Risikogehalt dieser Kredite. Eigenkapital ist aber nichts anderes, als die rechnerische Differenz zwischen der Summe aller Posten der Aktivseite und den Schulden auf der Passivseite der Bilanz. Welche Zahlenbeträge für die Posten der Aktivseite in diese Rechnung wirklich eingesetzt werden, d.h. die Regeln ihrer Bewertung, erfährt die Öffentlichkeit aber nicht!

    Solange man mit Eigenkapital als Sicherheit zur Bank geht und die erzeugt aus dem Nichts echtes Geld, das eine Zahlungsmittelfunktion hat, haben wir ein Problem. Eigenkapital ist eben, nochmals, kein Geld, es ist eine Rechengröße. Nach irgendwelchen Regeln wird die Aktivseite bewertet und dann die Schulden abgezogen.

    Ihre angeblichen Aufklärungsmustern sind einfach zu entkräften.

    Die GB mit ihrem eingesetztem EK Werte schöpfen in einem viel höheren Umfang Werte aus der Publikumsebene ab als kundgetan, dazu dient u.a.die sogenannte, aus der Sicht der GB Giralgeldschöpfung aus dem Nichts (wie oben ausgeführt).

    Sie, Buchhalter, lassen sich vor den Vordergrundprozessen täuschen. Eine Bank erzielt ihren Gewinn nicht aus der Differenz Miete/Abschr. und auch nicht aus den Gebühren der Zahlungsverkehrsleistungen oder der entstehenden Zinsdifferenz zwischen Finanzierungs- und Geldanlageleistungen, weil sich all diese Erträge aus diesen Bank-DL zwischen den großen GB fast vollständig auf Null kompensieren und zwar auf Interbankenebene die den GB vorbehaten bleibt, darin zirkuliert das NICHT nummerierte Giralgeld!.

    Nochmals: Giralgeld wird unter Berücksichtigung von derzeit 0,75% Einlagensicherung von GB aus dem Nichts geschöpft und zwar durch Kreditvergabe. Mit anderen Worten, die GB können das 133fache an Giralgeld momentan schöpfen. Die Eigenmittelanforderungen können die Banken ganz legal umgehen, indem sie z.B. Wertpapiere deren Kurs gefallen ist in der Bilanz zum ursprünglichem Wert ansetzen. Was wiederum zur Verzerrung bei der Errechnung der Eigenmittelquote führt.

    Für die (Groß)banken ist nur das Interbankengeschäft entscheidend. Werden nämlich bei allen Banken in derselben Größenordnung Kredite nicht zurückgezahlt, so ändert sich nichts an der Zahlungsbilanz untereinander. Durch Zahlungsein- und ausgänge neutralisieren sich die Ausfälle zwischen den Geschäftsbanken. Keine der beteiligten Banken hat Einbuße.

    Die Bilanz dient den GB lediglich dazu, die erhaltenen Vorteilsnahmen aus den verborgenen Hintergrundprozessen (Ausgleich von Zahlungen zw. GB im Interbankengeschäft) den sichtbaren Vordergrundprozessen zuzuschreiben. Die Vordergrundprozesse sind die bekannten Bankendienstleistungen, von denen behauptet wird, dass die Bank daraus ihr Einkommen bezieht. Das ist natürlich falsch. Nur der Interbankenmarkt dient den großen GB durch das Tätigen von Entnahmen mit kooperativer Geldschöpfung zur Bereicherung.

    Gerade weil es ein Nullsummenspiel ist, eignen sich die Banken Leistungen aus der Gesellschaft an (wenn sie Entnahmen tätigen). Es muss nur dafür gesorgt werden, dass die Geldschöpfung gleichmässig über alle GB hinweg erhöht wird. Hinzu kommt noch eine gesetzestreue Manipulation der Eigenkapitalquote mit der die GB z.B. hohe Boni, Honorare oder Zahlungen an Stiftungen legitimieren. Das Prinzip Gewinn = Erlös – Kosten gibt es hier nicht mehr. Das ist der wahre Charakter dieses Abzockvorgangs. Fragen Sie sich doch einfach mal wer von der Lehman Pleite profitieren könnte, vielleicht kommen Sie dann selbst auf die Antwort. Angenommen eine Bank kauft ein neues Gebäude. Dem Verkäufer dieses Gebäudes wird die Zahlsumme durch einen geldschöpfenden Schreibvorgang auf dessen Bankkonto gutgeschrieben. Dieser verwendet nun das Geld und übeweist es auf ein Konto derselben oder einer anderen Bank. Erfolgt die Überweisung zu einer anderen Bank, so erhöhen sich die Zahlungsausgänge der überweisenden Bank. Sind die Zahlungsausgänge höher als die Zahlungseingänge, dann wird innerhalb der Interbankkonten eine Schuld der Bank…

    Die Finanzindustrie hat in der westlichen Welt schon alles aufgekauft, was werthaltig ist. Dank des quantitative easing – der extremen Erhöhung der Geldmenge durch die Zentralbanken – schwimmt der Finanzsektor aber noch immer im Geld.

    Diese Gelder brauchen ein reales Fundament, das ihren Wert unterlegt. Im 19. Jahrhundert haben die europäischen Mächte deshalb Kolonien erobert und sich deren Reichtümer angeeignet. Das geht heute nicht mehr.

    In dieser selbstverschuldeten Situation verbleibt dem “ausgeplünderten” Staat nichts anderes, als Leistungen für seine Bürger zu kürzen. Diese Kürzungen werden mit Blick auf die steigende Staatsverschuldung als unumgänglich dargestellt. Das ist eine offensichtliche Lüge.

    Diese grundlegenden Zusammenhänge kann im Prinzip jeder verstehen und leicht nachvollziehen, der sich einmal mit den mathematischen Grundlagen des Finanzsystems auseinandergesetzt hat. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass einen die erforderlichen Informationen erst einmal erreichen, um darüber nachdenken zu können. Wer jedoch stattdessen auf Lobbyisten hört und vertraut, um den eigenen Mangel an Wissen zu verbergen, der läuft natürlich Gefahr, daraus die aus seiner verfälschten Sicht richtigen aber objektiv falschen Schlussfolgerungen abzuleiten.

    Die Resultate können wir tagtäglich beobachten, es sei denn, man lebt in einer Dualität die je nach Situation und Empfinden augetauscht werden kann. Übrigens: die Buchhaltung der GB hat mit der praktizierten Buchhaltung der Nichtbanken nichts gemeinsam….

  41. @ Christoph Schlingensief

    Sie übersehen grosszügig, dass jede Firma Fremdkapital benötigt, so also auch die Banken. Jede Firma, also auch die Banken, müssen sich vorfinanzieren (Dr. Martin nennt das Kontraktschuld). Das Eigenkapital (resp. die Mindestreserve) der Banken ist geregelt im Gesetz.
    Sie übersehen – wie dieser Denkfehler leider weitverbreitet ist, obwohl völlig unlogisch -, dass das Geld nicht mit Bargeld gedeckt sein muss und kann, sondern mit den Aktiven der Banken! Sie müssen sich nur vor Augen führen, wie (Schuld-)Geld entsteht. Bargeld ist ein Schuldschein einer Zentralbank gegenüber einer Geschäftsbank, nämlich die Schuld auf Auslösung eines ihr abgetretenen Aktivums, welches in der Volkswirtschaft erarbeitet wurde. Leider kehrt die “offizielle Lehre” den Esel auf den Kopf und staunt dann, dass der Esel auf dem Rücken nicht laufen kann!
    All das andere, das sie hier anführen, lässt sich leicht entkräften, wenn man seinen Geist einmal frei macht von all den Irrlehren, die herumgeistern und sich auf simple Buchhaltung beschränkt, statt dass man abgehobenen volkswirtschaftlichen Irrlehren und -theorien auf den Leim geht. Aber das alles hier anzuführen, würde den Rahmen eines Kommentars bei weitem sprengen. Daher empfehle ich Ihnen das Studium der folgenden Homepage:
    https://sites.google.com/site/geldsysteminfo/home
    Sie werden erkennen, dass ich das grundlegende Problem sehr wohl verstehe – und dass es unlösbar ist: Nichts auf dieser Welt währt ewig, so auch kein Geldsystem und auch nicht Sie! Die Ursache ist in obiger Homepage auch sehr gut beschrieben.
    Dr. Martin hat das Problem – und seine prinzipielle Unlösbarkeit – schon vor einem Vierteljahrhundert sehr treffend beschrieben:
    “Da die Abgabenerhöhung jedoch zur Vermeidung des Staatsbankrotts aufgrund der zusätzlichen Verschuldung des Staates beim Publikum in berechenbar endlicher Zeit kommen muss, diese Abgabenerhöhung aber in ebenfalls berechenbar endlicher Zeit nicht mehr durch die abgabemindernde Verschuldung des Publikums im Publikum aufgefangen werden kann, muss das auf Abgaben basierende Machtsystem zusammenbrechen. Da wir das Abgabensystem gern als Kapitalismus (recte: Debitismus) bezeichnen, ist der Zusammenbruch des gesamten Systems unausweichlich. Dies hat mit dem Eigentum selbst nichts zu tun, sondern ist einzig und allein eine Folge des Systems, das Abgaben mit Hilfe von Macht, also bewaffnetem Zwang erhebt. Heerscharen von Philosophen, Historikern, Soziologen und Ökonomen haben sich mit dem Phänomen des “Aufstiegs und Niedergangs” beschäftigt, ohne auf den Kern des Problems zu stoßen, nämlich seine prinzipielle Unlösbarkeit. Sämtliche Versuche, die von Platons Ideal des “klugen Herrschers” über das Konstrukt eines Gesellschaftsvertrages im Sinne von Hobbes oder Rousseau bis zur aktuellen Forderung nach einem “minimalist government” reichen (Roth 2002) sind von vorneherein zum Scheitern verurteilt. Sie können die Zeitdauer eines konkret ausgeformten Machtsystems zwar strecken, seinen Untergang jedoch nicht verhindern, woraufhin sich – auch unter der Möglichkeit eines langanhaltenden stagnativen Zustands (“dark ages”) – andere Machtsysteme entwickeln, auf die jedoch zwangsläufig ein gleiches Schicksal wartet, vgl. u.a. van Creveld (1999, 457 ff.), der ausnahmsweise auch auf die Bedeutung des Abgabenmonopols als Machtbasis verweist (169 ff.), auch wenn er den stets gleichen Fehler wiederholt, nach dem sich Abgaben erst entwickeln können, nachdem es so etwas wie “wirtschaftliche Tätigkeit” gegeben hat.”
    Wenn Sie diese Tatsachen nicht zur Kenntnis nehmen wollen, so ist jede weitere Diskussion leider überflüssig. Dann kommen wiederum die Karl Marxens, die Adam Smith’s, die Silvio Gesells und wie sie alle heissen und die Diskussion läuft an den Tatsachen vorbei, während die Grundlagen und vor allem das unlösbare Problem nicht zur Kenntnis genommen werden.

  42. @Buchhalter, ich kenne die Lektüre Danke. Ich bleibe dabei, Ihre Aussagen und die darauf basierende Lektüre sind unzutreffend, Sie verkennen die Realität. Was EK ist, darüber sollten wir uns inzwischen einig geworden sein. Gehen wir eine Stufe weiter. Eigenkapital ist kein reales Geld, sondern, plakativ ausgedrückt, dass Resultat von Willkür wie die Ereignissen uns immer wieder beweisen!

    Für die GB ist Eigenkapital jedoch die legitime Grundlage, im Mindestreservesystem für die Kapitaleigentümer aus dem “NICHTS”Geld zu erschaffen und für Konsumzwecke (mit dem Eigenkapital als “Sicherheit”) bereitzustellen.

    Denken Sie mal darüber nach was für verherrende Folgen all das hat….deshalb, ist es wichtig sich die Bilanzen und Geschäftsberichte genau anzusehen, um zu verstehen was da läuft…haben Sie das getan @Buchhalter?

    Die Nutzniesser der Schuldenlast, die mittels Zinsen in enormen Ausmassen Ressourcen von den arbeitenden Menschen abschöpfen, haben den Organisationsvorteil und durch Finanzmittel und Meinungsmache den entscheidenden Einfluss auf diejenigen, die auf der politischen Bühne ihre Brötchen verdienen möchten. Solange die arbeitende Masse keine vergleichbaren Machtinstrumente wahrnimmt, kann ein Thema wie z.B.: die Staatsentschuldung nur eine Illusion bleiben. Damit sich daran jemals etwas ändert, ist zunächst noch Aufklärung gefragt und keine Gehirnwäsche oder Bevormundung.

    Ich zitiere Sie: “Wenn Sie diese Tatsachen nicht zur Kenntnis nehmen wollen, so ist jede weitere Diskussion leider überflüssig. Dann kommen wiederum die Karl Marxens, die Adam Smith’s, die Silvio Gesells und wie sie alle heissen und die Diskussion läuft an den Tatsachen vorbei, während die Grundlagen und vor allem das unlösbare Problem nicht zur Kenntnis genommen werden.”

    @Buchhalter, Sie haben oben geschrieben “Also, bitte, fallen Sie nicht auf den weitverbreiteten Schwachsinn herein!” Ich bin auf Ihre Thesen eingegangen und der Leser kann beurteilen; wer von uns richtig liegt.

    Viele Mainstream-Medien berichteten vor einigen Wochen über die Ergebnisse einer neuen McKinsey-Studie, darin konnte man folgendes Zitat entnehmen:

    „Die weltweite Verschuldung erreicht aktuell neue Rekordstände. Die globalen Schulden liegen heute bei 199 Billionen Dollar und damit 57 Billionen Dollar höher als zu Beginn der Finanzkrise 2007.“

    In den von mir gelesenen Meldungen zum Thema taucht nirgends das Wort Guthaben auf. Dies überrascht einerseits nicht, andererseits handelt es sich damit um eine unglückliche inhaltliche Verkürzung, denn den ca. weltweiten 200 Billionen US-Dollar Schulden stehen ca. 200 Billionen US-Dollar Guthaben gegenüber.

    Auffällig ist erneut, dass auch nicht hinterfragt wird, wer die Schuldzinsen für diese Schulden bezahlt? Die Antwort ist einfach, alle Menschen (beim Einkauf, beim Steuern zahlen, über selbst aufgenommene Darlehen). Auch sollte diskutiert werden, was die Empfänger der Zinsen mit diesen leistungslos vereinnahmten Beträgen machen? Der große Teil dieser Summen werden wieder verzinslich angelegt. Damit die Bank jedoch auch für diese Volumina Guthabenzinsen auszahlen kann, müssen neue Darlehensnehmer gefunden werden. Auf Zinsen wieder Zinsen kassieren bringt den sogenannten Zinseszinseffekt. Insofern ist das exponentielle Wachstum von Guthaben und Schulden ein schlichtes mathematisches Ergebnis wegen des Wirkens der destruktiven Umlaufsicherung Zins. Für ein solches Fazit braucht man auch keine Studie und auch keine Website die angebliche Aufklärung versucht zu betreiben; Werter Herr @Buchhalter!

    Diesen von Menschen eingebauten Fehler im Geld,- Finanzsystem mit Wirtschaftswachstum kompensieren zu wollen, ist ein sinnloses Unterfangen. Dies kann niemals gelingen, im Gegenteil, beim Versuch, diesen Weg zu gehen, zerstören wir den Planeten, unsere Lebensgrundlage, darin sind wir uns einig!

    Es geht weder, um Sozialromantik, noch um Kapitalismuskritik, sondern um Warheitsfindung!!! Wie ist es zu erklären, dass die Problematiken des Zinssystems und der Geldschöpfung derart ausgeblendet werden – oder wo sie behandelt werden, dann meist mit irreführenden Theorien und Begriffen? Sie ahnen es schon, oder?

    Es gibt inzwischen zu den Geldsystemkritkern eine Gegenbewegung die u.a., die Giralgeldschöpfung der Geschäftsbanken,Zinsenszinsfunktion usw.usf. leugnet, bzw. in Abrede stellt. Ich nehme für mich in Anspruch, hier Fakten dargelegt zu haben, die der Warheit/Realität ziemlich nahe kommen. Das Geldsystem arbeitet mit Täuschung und der Unterdrückung wahrer Tatsachen, in der Absicht, sich einen wirtschaftlichen Vorteil zu verschaffen, dazu dienen die Buchhaltung und Geschäftsberichte….

  43. @ Christoph Schlingensief

    Naja, ob der durchschnittliche Leser beurteilen kann, wer richtig liegt, wage ich zu bezweifeln, denn die wenigsten Leser dürften in Buchhaltung sattelfest genug sein und lassen sich daher vermutlich eher von ihren Gefühlen denn von sachlichen Kenntnissen und Überlegungen leiten. Allerdings kann wohl jeder Leser nachgoogeln, wer Christoph Schlingensief war und dass dieser 2010 gestorben ist. Man kann sich unrechtmässig den Namen desjenigen aneignen, der sich nicht mehr wehren kann, weil er längst tot ist. Dass Sie die oben verlinkte Homepage nicht studiert haben, ist offensichtlich, denn sonst könnten Sie nicht so argumentieren.

  44. @Buchhalter, ich komme nicht umhin, zu dieser Website Stellung zu nehmen, die Sie oben verlinkt haben, insbesondere zu Silvio Gesell. Ich weiss nicht wer das geschrieben hat; aber so was inhaltloses und irreführend habe ich selten gelesen.

    Ich zitiere Sie oben

    “Dann kommen wiederum die Karl Marxens, die Adam Smith’s, die Silvio Gesells und wie sie alle heissen und die Diskussion läuft an den Tatsachen vorbei, während die Grundlagen und vor allem das unlösbare Problem nicht zur Kenntnis genommen werden.”

    Bleiben wir bei Silvio Gesell. Zufällig, habe ich mit Prof. Werner Onken gearbeitet! Vor Jahren las ich in einem Buch, dass die 3 reichsten Menschen der Welt ein Vermögen besitzen, das dem Bruttoinlandsprodukt der 50 ärmsten Länder entspricht. Ich habe dies einmal an Hand aktueller Zahlen erneut überprüft. Das offizielle Vermögen der drei reichsten Menschen des Planeten Erde betrug 2014 …nach Forbes ca. 227 Milliarden US-Dollar. Nun habe ich das Bruttoinlandsprodukt der ärmsten Länder addiert. Als Grundlage diente eine Liste auf Wikipedia, die dort präsentierten Zahlen sind Schätzungen des IWF für das Jahr 2013 (Stand April 2014). Nachdem ich das BIP der Länder Platz 131 (Madagaskar) bis Platz 188 (Tuvalu) summiert hatte, kam ich auf ein Ergebnis von 223,347 Milliarden US-Dollar. Das Vermögen der 3 reichsten Menschen wird demnach aktuell mit dem BIP der 58 ärmsten Länder abgebildet.

    Zu bemerken sei noch, dass es sich beim BIP der Staaten um sogenannte Flussgrößen, es sich bei den Vermögen jedoch um Bestandsgrößen handelt. Das bedeutet, das Fazit ist noch perfider als uns diese oben genannten Zahlen sagen. Fließendes Geld stoppt diesen irren Umverteilungsmechanismus, der sich über den Zinsfluss ergibt. Insofern ist die Änderung der Art der Umlaufsicherung des Geldes ein brillanter Schritt zu wesentlich mehr Gerechtigkeit.

    Auf lange Sicht gibt es mit konsequenter, mathematisch korrekter Logik nur eine Lösung: Die Exponentialfunktion muss aus dem Wirtschaftssystem entfernt werden. Und dies gelingt nur, indem die Triebkraft, die uns alle zu immer mehr Wachstum zwingt, entschärft wird: die Zinseszinsfunktion unseres Geldsystems.

    Die Lösung dieser Problematik lässt sich daher wirklich sehr kurz zusammenfassen: Der Zins, der nicht umsonst durch alle(!) Weltreligionen verboten ist, muss aus dem System eliminiert werden. Allein dieser Eingriff würde es ermöglichen, Wohlstand auch ohne Wachstum zu schaffen.

    Der besorgte Rentner mag sich nun vielleicht fragen, ob seine Rente noch sicher ist, wenn seine Einzahlungen nicht mehr verzinst werden. Die Antwort ist, dass die Rente gerade nur dann sicher sein kann, wenn der Zins abgeschafft wird. Ersparnisse kann man auch ohne Zinsen bilden, nur vermehren sie sich dann nicht ständig von alleine. Im Gegenzug entfällt dann aber auch die Inflation, so dass eine Verzinsung gar nicht mehr nötig ist. Die Vorstellung von einer verzinsten Rente ist ohnehin abwegig, denn die Versorgung von Menschen, die Aufgrund hohen Alters oder aus anderen Gründen nicht arbeiten können, wird immer nur von den aktuell Werktätigen anteilig aufgebracht. Eine Vermehrung durch Zinsen ist dazu weder erforderlich noch möglich….Fliessendes Geld wäre heute allerdings nicht möglich, weil die Finanzwirtschaft – wie es heute ist – weltweit das Zehnfache von dem beansprucht, was die Realwirtschaft erarbeitet…Ja, in der Tat, es gibt weitverbreieten Schwachsinn in der Materie…

  45. @ Christoph Schlingensief

    Dass die reichsten Menschen so reich werden konnten, liegt am Geldsystem mit Zentralbanken, Banken und der Macht. All das ist auf der verlinkten Homepage sehr gut beschrieben, was Sie aber bewusst übersehen wollen und ablenken von der Wahrheit. Sie schieben das auf den Zins ab, was einfach nur als oberflächlich bezeichnet werden muss, denn der Zinseszinseffekt vermag nur da zu greifen, wo es ein staatlich aufoktroyiertes Geld, ein gesetzliches Zahlungsmittel und Zentralbanken gibt. Gibt es ein markt- und machtfreies Geld, wo der Bürger selber entscheidet, was er als Geld akzeptiert, kann der Zinseszinseffekt nie und nimmer greifen. Wer die Wahrheit nicht zur Kenntnis nehmen will, kann auch nie und nimmer überzeugt werden, denn es gibt keinen Blinderen als denjenigen, der nicht sehen will. In diesem Sinne: RIP Christoph Schlingensief!

  46. @Buchhalter, das Christoph Schlingensief seit Jahren Tod ist, ist eine Binsenweisheit. Ich bin weder Verwandt mit dem Verstorbenen, noch handelt es sich hierbei, um einen Pseudonym; einen so wie Sie es benutzen Werter Herr @Buchhalter! Ich stehe mit meinen Namen und Vornamen zu meinen Aussagen! Was ist @Buchhalter, sehen Sie Ihre Fellen davonschwimmen?

  47. @Buchhalter, ich verstehe, es ist hart seine selbstgebastelte pseudo wissenschaftliche Seifenblase platzen zu sehen.

    “Gibt es ein markt- und machtfreies Geld, wo der Bürger selber entscheidet, was er als Geld akzeptiert, kann der Zinseszinseffekt nie und nimmer greifen. Wer die Wahrheit nicht zur Kenntnis nehmen will, kann auch nie und nimmer überzeugt werden, denn es gibt keinen Blinderen als denjenigen, der nicht sehen will. In diesem Sinne: RIP Christoph Schlingensief!”

    Zins und Zinseszins sind Systembestandteile. Sie haben Nebenwirkungen, die deshalb auch Systembestandteil sind, dies zu leugnen, um dann auf eine Website zu verweisen die nichts mit gesundem Menschenverstand zu tun hat, dabei logisches Denken ausser Kraft setzt, ist entwürdigend. So wie die Geldvermögen exponentiell wachsen, müssen auch die Schulden exponentiell wachsen.!

    Unter einer freien Marktwährung lässt sich zwar ein Maximum an Freiheit für einzelne realisieren, jedoch aufgrund der entstehenden Machtkonzentrationen kein Optimum an Freiheit für alle. Bei einem fließenden Geld ist es genau umgekehrt. Wenn wir ein Optimum an Freiheit für alle wollen, benötigen wir also ein Finanzsystem des Volkes und einen Staat des Volkes, um eine Konzentration von Macht und die daraus folgende Herrschaft zu verhindern.

    Sie verstricken sich in Ihren abstrusen Erklärungen die, ich will es wiederholen, weil es wichtig ist, NICHTS mit der Wirklichkeit zu tun haben.

  48. @ Christoph Schlingensief

    Seltsam, dass es noch einen weiteren Christoph Schlingensief geben soll. Weder Directories/local.ch noch Google kennen jemanden namens Schlingensief. Auch Facebook und Twitter ist Ihr Name fremd (ausser dem verstorbenen Christoph Schlingensief).
    Ich kann ohne weiteres mit meinem Namen zu meinen Aussagen stehen und mir schwimmen auch keine Felle davon, denn ich weiss, wovon ich rede. Mein Name ist C. Hinder und ich bin Treuhänder mit eidg. Fachausweis, bin also ausgewiesener Fachmann in Sachen Buchhaltung. So, und nun verraten Sie mir, wo Sie wohnen. Ich bin überzeugt, dass Sie eine Luftnummer sind, der sich unrechtmässig eine fremde Identität aneignet!

  49. @Buchhalter, @Oeconomicus criticus @Herr C. Hinder, sind Sie mit Ihrer bezahlten Irreführung im Netz am Ende? Ich habe Ihre Website genau unter die Lupe genommen, Sie sind ein sogenannter Netzflüsterer, oder? Sie werden bezahlt, um Sabotage und gezielte Fehlinformationen im Netz zu betreiben! Ich wiederhole; mein Name ist Christoph Schlingesief und habe mit dem verstorbenen Künstler keine familiären Verbindungen. Auskünfte über Wohnanschriften, Familienstand, Geburtstag und Geburtsort sowie die Staatsangehörigkeit erteile ich nur, wenn ein berechtigtes Interesse vorliegt,(eine Demaskierung eines bezahlten Netzflüsterer wie Sie es sind, gehört nicht dazu!). Was ich Ihnen bestätigen kann ist das ich in der Schweiz wohnhaft bin.

    Wo bleiben Ihre Argumente? Sie haben geschrieben, dass man nicht auf Schwachsinn hereinfallen sollte, oder? Nochmals, haben Sie sonst was drauf, ausser gezielt Falschbehauptungen und Thesen zu verbreiten?

    Werter Herr Hindler, ich zitiere Sie:

    “Gibt es ein markt- und machtfreies Geld, wo der Bürger selber entscheidet, was er als Geld akzeptiert, kann der Zinseszinseffekt nie und nimmer greifen. Wer die Wahrheit nicht zur Kenntnis nehmen will, kann auch nie und nimmer überzeugt werden, denn es gibt keinen Blinderen als denjenigen, der nicht sehen will. In diesem Sinne: RIP Christoph Schlingensief!”

    Sie wollen Fachmann i.S. Buchhaltung sein? Nochmals, für Sie und die interessierten Lesern ein Beispiel, welches das Zusammenwirken Marktwährung/Fließendes Geld versucht deutlich zu machen.

    Befürworter einer freien Marktwährung betrachten das fließende Geld, das ja schließlich einer staatlichen Regulierung unterliegt, als nicht mit dem Freiheitsbegriff vereinbar. Sie wünschen sich eine absolute Freiheit der Märkte, die dadurch gewährleistet werden soll, dass es kein gesetzliches Zahlungsmittel gibt, sodass Marktkräfte dafür sorgen können, dass sich automatisch die ideale Währung etabliert.

    Eine solche Selbstregulierung ist bekannt aus der Regelungstechnik. Sie funktioniert in vielen technischen Systemen, jedoch nur unter der Bedingung, dass es darin keine positive Rückkopplung (Exponentialfunktion) gibt. Die Kapitalverteilung in einer Gesellschaft reguliert sich jedoch leider nicht von selbst. Wo schon viel ist, kommt immer mehr hinzu, mit der Folge, dass immer schneller immer noch mehr hinzukommt. Zins und Zinseszins sorgen dafür, dass dies solange geschieht, bis es zu Konflikten kommt, die es in der Geschichte leider schon viel zu oft und mit verheerenden Folgen gab.

    Fragen Sie sich, in diesem Zusammenhang mal folgendes: Wer hat nun eigentlich das Sagen? Das Volk oder das Kapital? Kann es einen demokratischen Kapitalismus oder eine kapitalistische Demokratie überhaupt geben? Oder stehen Demokratie und Kapitalismus nicht viel eher in einem klaren Widerspruch?

    Kapitalistische Staaten haben kein eigenes Geld, das sie in Form einer Währung in Umlauf bringen können, ansonsten wären sie nicht allesamt verschuldet.

    Ergo: Die Folge ist, dass kaum jemand weiß, bei wem eigentlich all die Staaten verschuldet sind, und wer die Zinsen hierfür kassiert.

    Ja, Herr Hindler in einem Punkt stimme ich Ihnen zu, es gibt keinen Blinderen als denjenigen, der nicht sehen will und ich füge hinzu, wer gezielt die Unwarheit in der öffentlichen Meinung verbreitet und dafür noch Geld kassiert, ist verabscheungswürdig.

  50. @Herr C. Hinder, eine Schlussbemerkung zu Ihrem Auftreten hier und anderswo im Netz:

    Aufgrund der von mir beschriebenen Gegendarstellungen kämpfen Sie gerade mit kognitiven Dissonanzen und haben versucht diese zu überspielen, indem Sie den Coolen markieren und sich unter dem Deckmantel Ihres Pseudonym erst, – und Bekennung danach bedienen, um meine Thesen und die von anderen Lesern dümmlich aussehen zu lassen. Bei alldem bedenken Sie, dass schließlich haben Sie ja den Baum der wissenschaftlichen Anerkennung erklommen und verständlich wenig begeistert sein dürften , dass Ihnen jemand von unten zuruft, dass die Wurzeln dieses Baumes (Website) morsch und faul sind. Zu Ihrer Website die ich in Zukungt, im Auge behalten werde, folgendes:

    -Je größer die Bank, desto mehr Kunden, desto größer die Zahlungsein- und ausgänge. Internationale Verflechtungen der Großbanken sind hier ein entscheidender Vorteil gegenüber kleineren Banken.

    -Ich möchte hier betonen, dass ich mich persönlich nicht für Vollgeld einsetze, da der destruktiven Wirkung von Zins und Zinseszins (Wachstumszwang, Umverteilungsmechanismus, soziale Unglechgewichte usw.usf..) eher keine Beachtung schenkt.

    -Dennoch ist es in jedem Geldsystem wichtig, darüber nachzudenken, wie man dem Horten von Geld entgegenwirkt, um Wirtschaftskrisen zu vermeiden.

    Es geht hier übrigens nicht darum wer Recht hat, wobei ich schon ein wenig das Gefühl habe, dass Sie sich angegriffen fühlen, weil Sie ja schließlich ausgewiesener Fachmann in Sachen Buchhaltung sind und ich Ihnen das Gegenteil aufzeige.

    Alles Gute und mögen Sie bald zur Einsicht gelangen, dass das Leben zu kurz und kostbar ist, um bewusste und gezielte Irreführung zu betreiben, darüber hinaus, jede Sichtweise Ihre Daseinsberechtigung hat; auch Ihre Herr Hinder….

  51. @ Christoph Schlingensief

    “wer gezielt die Unwarheit in der öffentlichen Meinung verbreitet und dafür noch Geld kassiert, ist verabscheungswürdig.” Da stimme ich mit Ihnen überein. Sie unterstellen, ich würde bezahlt. Das ist schlicht und einfach üble Nachrede und Verleumdung. Aber das ist man sich bei Ihnen ja gewohnt, der auf In$ideParadeplatz auch gerne mal als Michele D’Aloia oder Walter Breni usw. auftrat. Die Vorgehensweise ist immer dieselbe und Ihr Stil unverwechselbar. Als Beispiel seien Ihre häufigen absatzlangen Plagiate angeführt, wie oben beispielsweise:
    “Auch sollte diskutiert werden, was die Empfänger der Zinsen mit diesen leistungslos vereinnahmten Beträgen machen? Der große Teil dieser Summen werden wieder verzinslich angelegt. Damit die Bank jedoch auch für diese Volumina Guthabenzinsen auszahlen kann, müssen neue Darlehensnehmer gefunden werden. Auf Zinsen wieder Zinsen kassieren bringt den sogenannten Zinseszinseffekt. Insofern ist das exponentielle Wachstum von Guthaben und Schulden ein schlichtes mathematisches Ergebnis wegen des Wirkens der destruktiven Umlaufsicherung Zins. Für ein solches Fazit braucht man auch keine Studie.”,
    welcher Text wortwörtlich von Steffen Henke plagiiert ist: http://www.neuesgeld.net/index.php?option=com_k2&view=item&id=619:199-billionen-us-dollar-schulden-mckinsey-studie&Itemid=355&lang=de
    Sie sind es, der im Netz stets die Unwahrheit verbreitet, wie man aus den Kommentaren auf In$ideParadeplatz ersieht: http://insideparadeplatz.ch/2015/01/14/unserioeser-schenkkreis-snb/#comment-62491. Und es würde mich auch nicht wundern, wenn Sie ein bezahlter Troll sind, der die Leute in die Irre führen soll.
    Die Zinseszins- und Geldsystemproblematik habe ich in meiner Seite, welche Sie angeblich genau unter die Lupe genommen haben, ganz offen analysiert und angesprochen.

  52. @ Christoph Schlingensief

    Gerade jetzt, wo ja die Zinsen weltweit um die 0 % sind, wachsen die grossen Vermögen am meisten und wie nie zuvor. Wie kommt das? Die Menschen sparen nicht, sondern konsumieren und verschulden sich umso mehr, weil die Zinsen ja so tief sind, das Geld also billig ist. All dieser Konsum fliesst in die weltweiten Konzerne und von da zu den Grossaktionären. Sie sehen also, dass wenn der Zins abgeschafft wird, sich nichts an der aufreissenden Vermögensverteilung ändert, sondern die Vermögensschere sogar schneller denn je aufreisst.

    “Kapitalistische Staaten haben kein eigenes Geld, das sie in Form einer Währung in Umlauf bringen können, ansonsten wären sie nicht allesamt verschuldet.”
    Die Staaten haben nie eigenes Geld, weil Macht erst begründet werden muss – und das kann nur durch Verschuldung geschehen. Ich habe schon oben von der Vorfinanzierung gesprochen – der Staat ist bereits vor seiner Gründung verschuldet. Ein Staat kann nicht einfach Geld drucken und dann behaupten, dieses Geld sei so und so viel wert, weil dieses Geld mangels Deckung wertlos wäre – das hat man nicht bloss bei den Assignaten gesehen. So ist auch das Goldgeld mit der Münzverschlechterung bereits im alten Rom immer wertloser geworden. Das gute Geld wurde aus dem Markt gedrängt und das schlechte blieb im Umlauf, während die Teuerung dadurch die Ärmsten am meisten getroffen hat. Es war also schon immer so. Wäre das deckungslose umlaufende Geld nun Papier, so wäre es also folglich wertlos und die Ärmsten würden wiederum am meisten darunter leiden.
    Das Geld fliesst dorthin, wo die höchste Rendite winkt. Da die Währungen konvertibel sind, wird diejenige Währung abverkauft, die keine Deckung hat und die keine Zinsen bringt. Wird also ungedecktes und/oder zinsloses Geld ausgegeben, führt das in die Hyperinflation, weil niemand dieses Geld will, sondern es sofort in eine andere Währung eintauscht oder sonstwie schnellstmöglichst loswerden will.

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