Pillen, Medikamente, Pülverchen
Der Graben zwischen Krankenkassen und Medikamentenherstellern wird von Jahr zu Jahr tiefer. Die einen verteidigen mit komplizierten Berechnungen ihre Preise, die andern behaupten mit noch komplizierteren Planspielen weitere Ersparnisse. Das System der staatlich festgelegten Preise funktioniert nicht. Auch mit noch so ausgeklügelten Berechnungen lässt sich der «richtige» Preis eines Medikaments nicht herausfinden. Liegt der Preis aber zu hoch, bezahlen wir zu viel. Ist der Preis zu tief, ziehen sich Anbieter zurück und Wettbewerb und Innovation schwinden. ­Beides schadet den Patienten. Statt in den nächsten Wochen die fünfte Änderung am System in sechs Jahren durchzuführen, sollten die Beteiligten über ein ganz neues System nachdenken, beispielsweise darüber, die Preise ­zwischen Pharma und Kassen direkt aushandeln zu lassen. (veröffentlicht in der Basler Zeitung vom 18.02.15, Foto: Rennett Stowe / flickr.com, CC-Lizenz, unverändert)

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One thought on “Medikamentenpreise: System entstaatlichen

  1. Es ist einfach schändlich, wie unsere sogenannten Volksvertreter mit dem Portemonnaie des Volkes umgehen. Der Nationalrat vertritt nur seine eigenen Interessen, kassiert Sitzungsgelder ab und verarscht das Volk.Bei 10 Jahren im Rat wird man locker Millionär.
    Betreffend der Bundesfinanzen, sprich Defizit, ist es auch nicht besser: Der Fehlbetrag von 100 Millionen entspricht hiemlich genau dem Betrag, der für das gescheiterte “Insieme-Programm” verlocht wurde.

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