Solar- und Windenergie
Die Energiestrategie in der Schweiz will wie die Energiewende in Deutschland gleichzeitig aus der Kernkraft ­aussteigen und die Abhängigkeit von fossilen ­Energieträgern reduzieren, damit weniger Kohlendioxid in die Atmosphäre gerät. Deutschland ist uns um rund fünf Jahre voraus.

Soeben ist bekannt geworden, dass der Anteil der Erneuerbaren am deutschen Primärenergieverbrauch seit 2010 bei rund 10 Prozent stagniert, obwohl jährlich mehr als 20 Milliarden Euro an Subventionen ausgeschüttet werden. Von diesem Zehntel ist der grösste Teil Energie aus Biomasse, Biokraftstoffen und Holz. Die Sonne steuert ein Prozent und die Windkraft 1,5 Prozent bei. Der Energieverbrauch konnte seit dem Jahr 2000 immerhin um 7 Prozent verringert werden. Wegen sinkender Subventionen sinken seit 2011 die Investitionen in Solaranlagen. Das zeigt: Ohne Geld vom Staat steht die deutsche Energiewende vor dem Aus.

Wie in Deutschland ist auch hierzulande der Verkehr der grösste ­Energieverbraucher. Aber an diesem Thema will sich niemand die Finger verbrennen. Damit rücken die Ziele der Energiestrategie in die Ferne. Was bleibt, ist die Umverteilung von Geld. Angesichts der schlechten Nachrichten aus Deutschland ist verständlich, dass die vereinigten Subventions­jäger von einem «Marschhalt» bei der Energiestrategie in der Schweiz nichts wissen ­wollen. Die Kampagne will «dran­bleiben», um das Geld ins Trockene zu bringen, bevor es zu spät ist. (veröffentlicht in der Basler Zeitung vom 29.08.15, Foto: Ed Suominen / flickr.com, CC-Lizenz, unverändert)

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